Die K-Ryole-Anhänger laufen mit dem Pellenc-Akku ULiB 1500 (Ultra Lithium Battery, 1.500 Wh), der zwei Radnabenmotoren mit je 125 Nm Drehmoment und je 1.500 W Leistung versorgt. Das vergleichsweise hohe Drehmoment soll das Anfahren erleichtern und das Fahren mit hoher Zuladung sicherer machen. Die patentierte Kaptor-Technologie misst den Zugwiderstand per Sensor in Echtzeit und steuert die Unterstützung automatisch – so lassen sich Lasten bis 350 kg auf 30 bis 40 km bewegen, ohne dass der Fahrer zusätzlichen Kraftaufwand aufbringen muss. Die Anhänger können außerdem vom Rad abgekoppelt und zu Fuß geführt werden.
Sieben Aufbauten für unterschiedliche Einsatzbereiche
K-Ryole bietet neben dem Basismodul sieben Aufbauversionen: Das Modell Pick-up ist für lange und breite Lasten ausgelegt, der Palettenträger nimmt Europaletten auf. Mit dem Modell Sammler lassen sich zwei 240-Liter-Müllbehälter oder Grün- und Gartenabfälle transportieren. Die Modelle Koffer und Koffer XL bieten bis zu 2 m³ Volumen, gesichert per RFID-Schloss. Für Lebensmittellogistik stehen ein Dreizonen-Kühlmodell sowie eine Variante mit Kälteaggregat bereit. Zu den Referenzkunden zählt Amazon, das in New York 40 Anhänger für die Frischwarenlieferung einsetzt.
Reparierbarkeit und Langzeit-Versorgung als Kaufargument
Pellenc hebt die Langlebigkeit des Akkusystems hervor: Der ULiB 1500 ist auf mindestens 1.300 vollständige Ladezyklen ausgelegt, das System ist zudem auf Reparierbarkeit ausgelegt und Ersatzteile werden bis zu zehn Jahre nach Anschaffung geliefert. Zum Laden und Lagern bietet Pellenc den Sicherheitsschrank Securion an. Das elektronische Batteriemanagement (BMS) basiert auf 20 Jahren Entwicklungsarbeit im Kerngeschäft des Unternehmens.
„Mit unserer Technologie können wir einen nachhaltigen Beitrag zur emissionsfreien Logistik auf der letzten Meile leisten“, sagt Geschäftsführer Laurent Vivès. Branchenkontext liefert der Radlogistikverband Deutschland: Lastenräder legten 2024 in Deutschland 8,5 Millionen Kilometer zurück und sparten dabei rund 2.200 Tonnen CO₂ ein – entsprechend dem Einsparpotenzial von rund 551 Dieseltransportern.
Mit dem Einstieg in den Lastenanhänger-Markt erweitert Pellenc sein bisheriges Portfolio in Richtung urbane Logistik und adressiert damit einen Handelsbereich, der in Deutschland noch vergleichsweise wenig erschlossen ist.
