Umsatz runter, Überschuss rauf – wie passt das zusammen? In diesem Zusammenhang wird sowohl auf eine gestraffte Kostenstruktur als auch eine verbesserte Ertragslage hingewiesen. Damit belegt KTM Fahrrad auch, dass man in Zeiten eines schwächeren Geschäftsvolumens durchaus profitabel arbeiten kann.
Und das vor dem Hintergrund, dass der Hersteller seine Produktion um 64 Prozent auf alles in allem 116.457 Einheiten hochgefahren hat und das enorme Waren-Überangebot zu heftigen Rabattschlachten und somit auch zu Umsatz- und Rendite-Rückgangen führte.
Ausblick
Dass das Team von KTM Fahrrad weiter positiv in die Zukunft schaut, hängt sowohl mit seiner marktnahen »Made in Austria«-Produktion als auch mit dem weiter bestehenden Wachstumsmotor E-Bike zusammen. Daher planen die Österreicher auch genau in diesem Segment, jedes Jahr mindestens ein Viertel des Umsatzes mit Modellen zu machen, die es im Vorjahr noch nicht gab. Zudem werde man sich mit der im Vergleich kostenintensiven Europa-Produktion weiterhin auf Innovationen im High-End-E-Bike-Segment konzentrieren. So rechnet der Hersteller für sein laufendes und am 31. Juli endenden Wirtschaftsjahr 2025/2026 mit einem weiterhin (allerdings leichten) Umsatzrückgang sowie einem bei gleichbleibender EBIT-Marge geringeren Jahresüberschuss.
KPMG-Veröffentlichung
Letztendlich der Hinweis, dass die Geschäftszahlen des zurückliegenden Wirtschaftsjahres 2024/2025 erst jetzt veröffentlicht werden, weil die internationale Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG (eine zu den sogenannten »Tour Four« der weltweit führenden Wirtschafts- und Beratungsunternehmen) erst kürzlich den Geschäftsbericht 2024/2025 der KTM Fahrrad veröffentlicht hat. KTM Fahrrad selbst ist diesbezüglich eher zurückhaltender.
Text: Jo Beckendorff


