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Neue Mannol-Benchmark: täglich über eine Million Liter Schmierstoffe
Mit einer täglichen Produktionskapazität von mehr als einer Million Liter zählt Mannol-Macher Sudheimer Car Technik-Vertriebs GmbH (SCT) laut Eigenangaben zu den größten unabhängigen Schmierstoff-Herstellern der Welt. Mit Hilfe seiner hochmodernen Werke in Litauen und Dubai hat der zwar nicht explizit mit Fahrrad-, aber auch Motor- bzw. Zweirad-Produkten im Portfolio auftretende Hersteller aus Schleswig-Holstein seine Produktion auf täglich über eine Million Liter Schmierstoffe hochgefahren.
Nicht nur Produktions-Standort, sondern auch Drehkreuz für den Verkauf nach Asien, Afrika und Südamerika: Das Werk von Mannol-Macher SCT in Dubai.Foto: SCT

Um das einmal in Relation zu setzen: Laut SCT-Gründer Juri Sudheimer und Geschäftsführer Konstantin Gaab würden alleine eine Million Liter Motoröl für über 220.000 Pkw-Ölwechsel reichen. Etwa 75 Prozent der gesamten Tagesproduktion entfällt auf Motoröle. Die restlichen 25 Prozent verteilen sich auf Spezial-Schmierstoffe und Betriebsflüssigkeiten.

SCT-Geschäftsführer Konstantin Gaab mit einer Auswahl an Mannol-Schmierstoffen für den Weltmarkt.Foto: SCT

Produziert wird ein Sortiment von über 500 Produkten und rund 10.000 Artikelvarianten von rund 460 Mitarbeitenden – und das sowohl im litauischen Klaipėda als auch im neuen Werk in Dubai. Letzteres startete mit seiner Produktion im Jahr 2022 durch.
Während das auf einer Fläche von rund 50.000 Quadratmetern große Werk in Litauen täglich 700.000 Liter produziert und damit als größtes Schmierstoff-Werk in Nordeuropa gilt, entfallen die weiteren 300.000 Liter pro Tag auf das Werk in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Beide Werke sind mit modernster Technik ausgestattet und nach europäischen Qualitätsstandards organisiert.
Hohe Investition machen sich bezahlt
Um die Hürde von einer Million Liter überhaupt meistern zu können, hat SCT seit 2004 mehr als 90 Millionen Euro in die Modernisierung seiner Werke gesteckt (rund 50 Millionen Euro in Litauen und etwa 40 Millionen in Dubai). Dazu gesellt sich eine Investition von rund 9 Millionen Euro in die eigenen Labore.
In Klaipėda wurden die Abfülllinien von zwei auf sechzehn erweitert und die Produktionsprozesse digitalisiert. Mit dem neuen Standort in Dubai verfügen die Wedeler über eine zusätzliche Fläche von 20.000 Quadratmetern, 104 Tanks und eine Lagerkapazität von 25 Millionen Litern: »Diese Infrastruktur verschafft uns enorme Flexibilität und macht uns unabhängiger von externen Produzenten. Darüber hinaus haben wir rund 9 Millionen Euro in den Ausbau und die Ausstattung unserer Labore investiert, um Forschung und Qualitätssicherung auf höchstem Niveau zu gewährleisten.«
Dubai auch Drehkreuz für Asien-, Afrika- und Südamerika-Geschäft
Aktuell sind Mannol-Produkte in weltweit mehr als 130 Ländern zu haben. Mit den beiden Werken im Rücken kann die wachsende Nachfrage laut Unternehmensangaben in allen Regionen der Welt zuverlässig bedient und die Präsenz der Marke Mannol gezielt ausgebaut werden.
Dabei spielt das neue Werk in Dubai eine tragende Rolle – nicht nur als Produktionsstätte, sondern auch als logistische Hub für die verkürzten Lieferwege in Märkte wie Asien, Afrika und Südamerika.
F&E-Investitionen in E-Mobilität & Co. sowie Digitalisierung
Was künftige Schwerpunkte in Forschung und Entwicklung betrifft, will der Hersteller auf innovative Lösungen für neue Antriebstechnologien und nachhaltige Schmierstoff-Konzepte setzen: »Dazu gehören Produkte für die E-Mobilität, für Hybridfahrzeuge und für moderne Industrieanwendungen. Gleichzeitig investieren wir in die Digitalisierung, um unsere Produktions- und Logistikprozesse noch effizienter zu gestalten. Unser Ziel ist es, den Markt aktiv mitzugestalten und mit zukunftsweisenden Technologien den Schmierstoffsektor zu prägen.«
Mehr Info über www.mannol.de.

Text: Jo Beckendorff

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