CEO Max Strandwitz sagte, Trumps Zollpaket sei größer gewesen, als die meisten Leute erwartet hatten, was zu Unsicherheit in allen Kundengruppen und vorsichtigem Kaufverhalten den Helmmarken führte, die MIPS-Kunden sind.
Da sich ein Großteil der Rhetorik auf China konzentrierte, wo derzeit die meisten Helme hergestellt werden, hätten viele Fabriken ihre Produktion erheblich reduziert. Als mehr Klarheit herrschte, wurden Preiserhöhungen kommuniziert, um die Auswirkungen der Zölle abzumildern. Diese seien vom Einzelhandel relativ gut aufgenommen worden. Die Produktion von Helmen habe daher wieder angezogen, wenn auch nicht im urprünglich erwarteten Umfang.
Mips von Zöllen weniger stark beeinträchtigt
Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Zölle auf Mips waren offenbar geringer als ursprünglich angenommen hatten. Mips habe als Marke eine sehr starke Position auf dem US-amerikanischen Markt sowohl in Bezug auf Marken als auch auf Preispunkte. Die Auswirkungen auf den Umsatz waren auch geringer als bei der Zollrunde 2019.
Bei Mips selbst hätten die Zölle nicht zu einem Kostenanstieg geführt, sagte Strandwitz, also gab es auch keine zollbedingten Preiserhöhungen bei den Schweden. Sie verkaufen alle Produkte auf der Grundlage der Incoterms Ex Works, was bedeutet, dass der Käufer für alle Transportkosten, einschließlich Zölle, verantwortlich ist.
Kaum neue Helmmodelle wegen Fokus auf Produktionsverlagerung
In den letzten Monaten hatten viele Helmmarken große Teile ihrer Helmproduktion außerhalb Chinas verlagert, um die Abhängigkeit von einzelnen Ländern zu verringern. Dies habe keine negativen langfristigen Auswirkungen auf Mips, aber es bedeutet, dass seine Kunden sich derzeit sehr darauf konzentrieren, sicherzustellen, dass ihre Verlagerung so reibungslos wie möglich verläuft.
Dieser operative Fokus auf die Warenversorgung bedeute eine gewisse Verlagerung der Aufmerksamkeit von eher umsatzorientierten Initiativen auf ihrer Seite. Aus diesem Grund es zuletzt weniger Projekte für neue Produkte gegeben, und es könne mehrere Quartale dauern, bis bis der Fokus wieder auf der Produktentwicklung liegt. Das Interesse an Mips bleibe aber groß.
Fahrrad-basierter Umsatz wächst kontinuierlich
Der Rückgang des Betriebsergebnisses im letzten Quartal sei vollständig Rechtskosten und Wechselkursdifferenzen geschuldet. Die zugrunde liegende Bruttomarge entwickelte sich positiv: 74,2 Prozent (72,9). Der Nettoumsatz stieg im Quartal um 1 Prozent, während das organische Umsatzwachstum, bereinigt um Währungseffekte, um 12 Prozent zunahm.
In der Kategorie Sport erzielte MIPS im letzten Quartal ein Wachstum von 3 Prozent, und in der Unterkategorie Fahrrad, der größten Unterkategorie von Mips, gab es das siebte Quartal in Folge ein Mengenwachstum.
Leichtes Top-Produkt weiterentwickelt
Auf der Eurobike brachte Mips den Air Node Pro auf den Markt, eine Weiterentwicklung der leichtesten Lösung des Anbieters mit verbesserten Produkteigenschaften. Das Produkt sei sehr gut aufgenommen worden. Außerdem wurde ein neues Messe- und Eventkonzept vorgestellt, ein mobiles Konzept, das auf Messen und Verbraucherveranstaltungen eingesetzt werden kann. Damit soll die Präsenz bei den Verbrauchern erhöht werden, um den Bekanntheitsgrad von Mips weltweit zu steigern.

