Mit Liegestühlen, einer echten Strandbar, Sonnenschirmen und einem sandfarbenen Teppich wurde ein sommerliches Urlaubsflair geschaffen – das sorgte nicht nur für Aufmerksamkeit, sondern auch für entspannte und produktive Gespräche. Der Clou: Im Vorfeld der Messe hatten über 400 Schülerinnen und Schüler über ein digitales Terminvergabesystem individuelle Beratungstermine vereinbart. Ein Modell, das gezielte Gespräche statt Zufallsbegegnungen ermöglicht – und gut ankommt.
Fachkräftesicherung mit kreativen Ideen
„Wir wollten eine Atmosphäre schaffen, in der Gespräche auf Augenhöhe möglich sind – und was eignet sich da besser als ein Strandsetting?“, erklärt Ricus Dirks von der Kreishandwerkerschaft Oldenburg, der für Konzeption und Umsetzung verantwortlich war. Besonders stolz sei man auf die gewerkeübergreifende Zusammenarbeit: Neben der Zweiradmechaniker-Innung beteiligten sich sieben weitere Innungen – von Maler- und Lackierern bis zu Sanitärtechnikern.
Für Andreas Denker, Obermeister der Zweiradmechaniker-Innung, war der Erfolg des Auftritts deutlich spürbar: „Wir haben viele ernsthafte Gespräche geführt und gespürt, dass das Interesse am Handwerk da ist – wenn man es richtig präsentiert.“ Die Beteiligung der Betriebe selbst, also der aktiven Handwerker:innen, habe laut Denker entscheidend zur Authentizität beigetragen.
Digitale Tools stärken Messeauftritt
Auch technisch war der St(r)and bestens vorbereitet. Neben dem neuen digitalen Ausbildungsportal stand mit AzubiConnect ein Tool bereit, das den direkten Draht zwischen interessierten Jugendlichen und Ausbildungsbetrieben herstellte – in wenigen Minuten, direkt vor Ort.
Die Bilanz nach zwei Messetagen fällt rundum positiv aus: Mehr als 400 Gespräche, große mediale Aufmerksamkeit und viele spontane Komplimente von Jugendlichen und Lehrkräften sprechen für sich. „Die Idee hat funktioniert – und wir kommen 2026 definitiv größer zurück“, kündigt Ricus Dirks an.


