Somit gehört der Bikeshop Freiburg in der Schützenallee jetzt offiziell zu Mount7. Mit diesem zweiten Standort inklusive eingespielten Vor-Ort-Team baut Mount7 das stationäre Beratungsangebot in seiner Heimatstadt Freiburg gezielt aus. »Zusätzliche Fläche, vereinte Kompetenz und leistungsfähigere Strukturen in Administration, Einkauf und Logistik ermöglichen eine noch stärkere Konzentration auf Beratung und Verkauf. Dadurch sollen Abläufe und Beratungsqualität für die Kundschaft weiter verbessert und der stark frequentierte Standort in der Bötzinger Straße entlastet werden«, heißt es aus der Mount7-Zentrale.
Laut Bikeshop Freiburg-Gründer und -Geschäftsführer Arne Grammer haben beide Unternehmen einen ähnlichen Grundgedanken, aber unterschiedliche Stärken – und ergänzen sich damit hervorragend: »Da lag es auf der Hand, dass man gemeinsame Sache macht.«
Wichtig zu wissen: Für die Kundschaft des Bikeshops ändern sich zwar Name und Logo, ein ganz wichtiger Punkt aber sicherlich nicht. Grammer – ein Freiburger Pionier der heimischen Fahrrad- und MTB-Szene – und sein angestammtes Team werden weiterhin im Laden in der Schützenallee zu finden sein. Natürlich wird es beim Sortiment gut abgestimmte Anpassungen geben – »an manchen Stellen etwas breiter, an anderen etwas straffer«.
Onlinegeschäft wird an Marktlage angepasst – Folge: Kurzarbeit
Das ist aber nicht alles. Gleichzeitig wollen die Freiburger ihr Online-Geschäft an die veränderte Marktlage anpassen.
Dazu Hans-Joachim Bauer in seiner Rolle als einer von alles in allem drei Mount7-Gründern und -Geschäftsführern: »Wie viele Onlinehändler haben wir lange durch klugen Einkauf von den Überproduktionen aus der Post-Corona-Zeit profitiert. Diese Ware ist inzwischen weitgehend abverkauft, das niedrige Preisniveau ist geblieben. Um ausgelastet zu bleiben, reduzieren viele Händler jetzt aktuelle Modelle, teilweise schon kurz nach Erscheinen. Das fällt vor allem online stärker ins Gewicht.«
Diesen Umständen trägt Mount7 jetzt insofern Rechnung, dass sie »in einem ersten Schritt« für die im Online-Geschäft tätigen Beschäftigten bis voraussichtlich Februar 2027 befristete Kurzarbeit einführen. Damit reduziere sich deren Arbeitszeit um durchschnittlich 11 Prozent. »Unser Team ist unser größter Erfolgsfaktor, dementsprechend fällt uns das besonders schwer«, betont Bauer.
Fakt sei aber auch, dass zwei starke lokale Standbeine von kurzfristigen Preisbewegungen im Onlinemarkt unabhängiger machen. Seit Unternehmensgründung gehört der Ausbau des stationären Geschäfts zur DNA von Mount7 – weil »intensive persönliche Beratung, Ergonomie-Anpassung und Bike-Fitting sowie Werkstatt-Service zu den eigenen Stärken gehören«.
»Online ist oft der Preis das zentrale Kaufkriterium. Natürlich bieten wir die gleichen Räder nicht zu unterschiedlichen Preisen an, aber vor Ort kaufen Kunden häufiger beratungsintensive Räder, bei denen der Preis nicht allein im Vordergrund steht. Das stärkt auch unsere wirtschaftliche Stabilität«, erklärt Mount7-Mitgeschäftsführer Oliver Vonhausen.
Fazit: Durch die Erweiterung auf nun zwei Ladengeschäfte in Freiburg und die Anpassungen im Onlinegeschäft verfolgt Mount7 auf unterschiedlichen Ebenen das gleiche Ziel: »Eine ausgewogene Omnichannel-Ausrichtung mit effizienten Strukturen und ausgezeichneter Beratungs- und Servicequalität.«
Text: Jo Beckendorff/Mount7




