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Nach Giant Group sieht auch Merida erste Anzeichen einer Erholung
Nachdem Taiwans führender Fahrradproduzent Giant Group in seinem Halbjahres-Bericht 2026 von einer Trendwende im zweiten Jahresquartal sprach, der Gesamtumsatz aber immer noch zweistellige 10,5 Prozent unter dem des vergleichbaren Vorjahres-Zeitraums lag, sieht es bei Landsmann und Mitbewerber Merida Industry Co. Ltd. nicht ganz anders aus. Dabei sind Anzeichen einer Erholung in Sicht.

Der 2026er-Halbjahres-Umsatz des zweitgrößtem Taiwan-Fahrradproduzenten liegt mit 12,26 Milliarden TWD (329,97 Millionen Euro) ebenfalls zweistellige 15,9 Prozent unter dem des vergleichbaren Vorjahres-Zeitraums. So erzielte der Anbieter im ersten Halbjahr 2026 auch einen auf die Muttergesellschaft entfallenden Jahresüberschuss von 640 Millionen TWD (17,21 Millionen Euro). Zum Vergleich: in 01-06/2025 war es noch ein Gewinn von 800 Millionen TWD (21,52 Millionen Euro).
Wobei Merida im zweiten Verkaufsquartal mit einem Umsatz von 6,94 Milliarden TWD (186,72 Millionen Euro) quasi auf dem Niveau von 04-06/2025 liegt – genau genommen 0,9 Prozent unter dem des vergleichbaren Vorjahres-Quartals.
Markterholung in China und Europa
Woher die spürbare Erholung kommt, ist auch klar. Der Markt – und hier vor allem in China und Europa – erlebe eine Nachfrage-Korrektur. Umsatz und Absatzvolumen in China konnten im ersten Halbjahr um 6 bzw. 12,5 Prozent hochschalten. Die europäischen Tochtergesellschaften konnten ihren Halbjahres-Umsatz im Vergleich ebenfalls hochfahren – und zwar um gute zweistellige 14 Prozent.
Ausblick
Was die Zukunft betrifft, äußert man sich wie gehabt zurückhaltend. Für die laufende zweite Jahreshälfte 2026 geht Merida davon aus, dass sich der globale Fahrradmarkt weiterhin in einem schrittweisen Anpassungs- und Erholungsprozess befinden wird. Man werde die Nachfrage in den wichtigsten Märkten, den Produktabsatz und die Entwicklungen in der globalen Lieferkette weiterhin beobachten und gleichzeitig auf Chancen reagieren, die sich aus veränderten Marktbedingungen ergeben könnten.

Text: Jo Beckendorff

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