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Nach Umstrukturierung: Accell Group läutet gelungenen Neustart ein
Wie bereits berichtet lädt Accell Group ihre Handelspartner vom 19. bis 22. Juni zu den European Dealer Days in ihr Experience Center »De Fietser« im niederländischen Ede. Dort wird es für die Händlerschaft einen ersten Einblick in wichtige Produktinnovationen für die Saison 2027 geben. Wie der Anbieter jetzt bekannt gab, will er mit dieser Veranstaltung aber auch seine über zwei Jahre laufende Umstrukturierung erfolgreich zum Abschluss bringen. Letztendlich steht jetzt ein klarer Fahrplan »hin zu einer gesunden und stabilen finanziellen Lage bis Ende 2026«.

Der jüngste Schuldenabbau hat das Unternehmen weiter stabilisiert. Außerdem würden es zusätzliche Finanzmittel dem Anbieter ermöglichen, »die Umsetzung der letzten Schritte seiner Transformation zu beschleunigen«.
Die letzten zwei Jahre haben die durchaus angeschlagenen Niederländer eigenen Angaben zufolge damit verbracht, ihr Geschäft »in einer für die Fahrradbranche schwierigen Zeit, in der mehrere Fahrrad-Hersteller ihren Betrieb einstellten«, neu auszurichten und zu stärken. Man habe den Marktrückgang dazu genutzt, seine operative und finanzielle Position zu stärken und sei nun so weit, dass sich erste Anzeichen einer Marktstabilisierung abzeichnen würden: »Dies positioniert Accell zudem für einen grundlegenderen Neustart der Branche.«
Konzentration auf Kernmarken
Heißt: sowohl Betriebsabläufe als auch Vertrieb wurden gestrafft, die Effizienz und Produktivität verbessert, die Präsenz vereinfacht und die vollständige Integration in »One Accell« abgeschlossen.
Um sich auf skalierbare, paneuropäische Marken (Batavus, Ghost Bikes, Haibike, Koga, Sparta etc.) zu konzentrieren, wurden Nicht-Kernmarken wie Van Nicholas und Nishiki verkauft.
»Ride to Win«
Um die weitere Geschäftsentwicklung zu beschleunigen, treibt Accell Group jetzt unter dem Slogan »Ride to Win« die nächste Phase seiner Transformation voran. In dieser Phase will der Anbieter »seine einzigartige Kombination aus starken, ikonischen Fahrradmarken, einem führenden Geschäft für Teile und Zubehör sowie einem starken europäischen Händler-Netzwerk« in die Waagschale werfen. So würde den Fachhändlern ein komplettes und integriertes Angebot »von Fahrrädern über Service bis hin zu Zubehör« bereitgestellt.
(Fast) alles neu
»Ich bin sehr zufrieden mit der Geschwindigkeit und der disziplinierten Umsetzung der Transformation durch das Team bis jetzt. Es gab viele bewegliche Teile und grundlegende Neuanfänge, aber das Team hat jeden Schritt des Plans umgesetzt«, erklärt Accell Group-CEO Jonas Nilsson, »ich bin auch ermutigt durch die große Anerkennung, die unsere Fahrräder in den letzten Monaten durch Auszeichnungen und – was am wichtigsten ist – durch das Feedback der Radler erhalten haben. Viele unserer Modelle gehören bereits zur Spitze ihrer Kategorien, schneller als erwartet. Dies spiegelt unseren erneuten Fokus auf Design, technische Exzellenz und Innovation wider und gibt uns starken Schwung für die nächste Phase unseres Plans. Auf unserem Weg, der bevorzugte Partner für europäische Händler zu werden, werden wir unsere Bemühungen weiter beschleunigen, großartige, ikonische und innovative Fahrräder zu den richtigen Preisen zu entwickeln, ergänzt durch ein starkes Service- und Zubehör-Angebot. Eine der wichtigsten Initiativen, die dies unterstützt, ist MyBikeService, unsere digitale Plattform, die darauf ausgelegt ist, die Servicekapazitäten zu stärken und den After-Sales-Service branchenweit zu standardisieren.«
Positives Feedback
Dank stabilisierter Marktbedingungen verzeichnet Accell Group eine zunehmende geschäftliche Dynamik: »Positives Feedback von Händlern und Radlern, kombiniert mit ersten Anzeichen einer Erholung in den Segmenten Rennrad, Gravelbikes, City- und Lasten-Fahrrad, schlägt sich in einem verbesserten Auftragseingang nieder. Gleichzeitig ist das Ersatzteil-, Service- und Zubehör-Geschäft, in dem Accell europäischer Marktführer ist, weiterhin eine starke Performance, was den sich festigenden Umsatztrend und den Weg zu einer verbesserten Rentabilität bis Ende 2026 unterstützt.«
Ausblick
Letztendlich bleiben die langfristigen Aussichten für die Fahrradbranche – gestützt durch strukturelle Megatrends wie Urbanisierung, Investitionen in die Fahrrad-Infrastruktur und den Übergang zu nachhaltiger Mobilität – äußerst attraktiv.
Mit einer vollständig integrierten Plattform, einem fokussierten Portfolio an Kultmarken, einem führenden Geschäft für Teile und Zubehör, einem starken europäischen Händler-Netzwerk, einer deutlich verbesserten operativen Leistung und einer klaren Geschäftsstrategie sehen sich die Niederländer wieder bestens aufgestellt, »um das Wachstum zu beschleunigen und Marktanteile zu gewinnen«.

Text: Jo Beckendorff

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