Accell Group setzt erstmals auf marktnahe automatisierte Karbonrahmen-Produktion

17.01.2020
Accell-REIN4CED Logos.

Der europäische Premiumrad-Anbieter Accell Group hat mit REIN4CED – einem innovativen Spezialisten im Sektor leichtes faserverstärktes Verbundmaterial aus Belgien - eine Zusammenarbeit bei der automatisierten Produktion von High-End-Fahrradrahmen aus Kohlefaser-Verbundmaterial vereinbart.

Mit der Produktionsverlagerung von Asien nach Belgien, wo REIN4CED eine brandneue automatisierte Produktionsstätte für hochwertige Karbon-Fahrradrahmen errichtet hat, profitiert Accell von signifikanten logistischen und Nachhaltigkeits-Vorteilen sowie von einer erhöhten Flexibilität und Effizienz der Lieferkette. Durch die lokale Produktion in Europa werden Übersee-Versand und Lagerung drastisch reduziert - was wiederum »zu einem positiven Beitrag zur CO2-Emission, schnelleren Lieferungen und Kosteneinsparungen führt«.
Somit erklärt Accell Group-CEO Ton Anbeek zur vereinbarten Kooperation mit REIN4CED: »Diese Zusammenarbeit entspricht der globalen Innovationsstrategie der Accell-Gruppe und dem Bestreben, unseren CO2-Fußabdruck weiter zu reduzieren. Die neue ‚Feather‘-Technologie verbessert die Stabilität und Haltbarkeit der Fahrradrahmen. Anders ausgedrückt: Diese Innovation ist intelligent und grün«.
Das zwanzigköpfige REIN4CED-Team unter Führung des Trios Michaël Callens (CEO), Niels De Greef (COO) und Dave Luyckx (CPO) ist hochspezialisiert und erfahren in den Bereichen Verbundwerkstoffe und Fertigungstechnologien, die in Produkten verschiedenster Bereiche und Industrien zum Einsatz kommen können.
Mit Blick auf die neue eigene Fahrrad-Rahmenproduktion erklärt REIN4CED-CEO Michaël Callens: »REIN4CED hat in seiner Produktionsstätte im belgischen Leuven eine neue, automatisierte Produktionslinie für hybride Fahrradrahmen entwickelt, die eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 20.000 Rahmen hat. Accell und seine Kunden werden von unserem Produkt profitieren, da das neue ‚Feather‘-Verbundmaterial eine extreme Stoßfestigkeit bietet. Unser hybrider Kohle- und Stahlfaser-Verbundstoff wird das Vertrauen liefern, das Radfahrer in hochwertige Fahrradrahmen aus Verbundwerkstoff verdienen. Das ‚Feather‘-Material kombiniert die Steifigkeit und Leichtigkeit von Karbon mit der Zähigkeit von Stahl.«
Die neue Generation von Karbonfaser-Rädern wird auf einer automatisierten Linie aus thermoplastischen Verbundwerk-Stoffen und besagtem REIN4CED-eigenen, schlagfesten Material »Feather« hergestellt. Damit ermöglicht REIN4CED laut eigenen Angaben »erstmals die kommerzielle Produktion von Karbonrahmen in Europa«.
Das von REIN4CED entwickelte Verbundwerkstoff-Technologie »Feather« zeichnet sich laut Angaben aus Belgien durch seine extreme Stoßfestigkeit aus, die eine Revolution im Bereich der Verbundwerkstoffe darstelle: »Fahrradrahmen mit ‚Feather‘-Technologie erhöhen die Sicherheit und Zuverlässigkeit über das hinaus, was es heute auf dem Markt gibt. Durch die Zugabe von Stahl wird das plötzliche, spröde Bruchverhalten, das viele Radfahrer befürchten, eliminiert«. Daher würde »Feather« auch nicht nur das Interesse der Fahrrad-, sondern auch der Automobil- und Luftfahrtmärkte auf sich ziehen. Auch die benötige »Teile und Baugruppen mit gleichbleibenden Materialeigenschaften einschließlich Stoßfestigkeit«.
Laut Informationen aus der Accell-Zentrale im niederländischen Heerenveen werden bereits Mitte 2020 erste Hardtail-Mountainbikes mit der neuen (Rahmenproduktions-)Technologie für Accells Marke Ghost aus Waldsassen in Deutschland, Spanien, Österreich, der Schweiz, Italien und Tschechien in den Markt rollen.

Text: Jo Beckendorff/Accell Group, Foto: Accell Group
 

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