Alber/Neodrives übernimmt Display-Assets von Bloks

12.02.2019
Neodrives Logo.

Am 6. Juli 2018 hatte der Münchener Elektronik-Spezialist Bloks GmbH einen Insolvenzantrag stellen müssen. Nachdem eine Investorensuche seitens des verantwortlichen Insolvenzverwalters, der emsig an einer angestrebten Fortführungslösung arbeitete, fehl geschlagen war und der Betrieb Ende letzten Jahres endgültig aufgeben musste, hat nun der einstige Bloks-Kunde Neodrives die Werkzeuge für die hiesigen Displays übernommen. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Somit wird Neodrives – die E-Bike-Drivetrain-Marke von Elektroantriebshersteller Alber GmbH mit Sitz in Albstadt – die Bloks 20C-Displays in Eigenregie weiterentwickeln und produzieren. Dazu der Leiter Business Unit Neodrives Andreas Binz: »Die Lieferkette war nie unterbrochen und das wird auch weiterhin nicht der Fall sein. Die Lieferfähigkeit sowohl für die Hersteller als auch für den Handel ist weiterhin gewährleistet, lediglich die Wertschöpfungskette wird ab sofort von Alber gesteuert. Wir sind von der hohen Qualität des Displays überzeugt. Aus diesem Grund führen wir den Support, den Service und die Weiterentwicklung des Displays weiter und besitzen somit wieder die ‚Systemhoheit’. Durch die vorhergehenden Neodrives-Produktgenerationen und deren Displays haben wir bereits viel Erfahrung in dem Produktsegment gesammelt. Das Display ist neben unserem eigenen produzierten und entwickelten Heckmotor und den Akkus von unserem Partner BMZ auch weiterhin eine wichtige Komponente für unser Antriebssystem und wir freuen uns, dies wieder bei uns im Hause steuern zu können.«
Wie von der schwäbischen Alb weiter zu hören ist, produziert Neodrives (alias Alber) das Display bereits in Eigenregie weiter. Somit sei für alle Pedelec-Besitzer mit Neodrives-Heckmotor ein nahtloser Übergang gewährleistet. Die Produkte der Z20-Generation sind weiterhin kombinier- und im Falle einer Reklamation austauschbar. Heißt: Es gibt keine optische, technische und funktionale Veränderung.
»Der Fokus liegt nun nach der Übernahme auf der Weiterentwicklung des Service-Tools und der neuen App. Durch die eigenständige Steuerung sind Updates und Optimierungen besser planbar und zuverlässiger umsetzbar«, erklärt Binz.

Text: Jo Beckendorff, Fotos: Neodrives
 

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