Porsche baut Bike-Aktivitäten mit Fazua-Einstieg weiter aus

11.02.2022
Fazua Logo.

Autobauer Porsche AG baut seine Fahrrad-Aktivitäten weiter Schritt für Schritt aus. Soeben haben die Stuttgart-Zuffenhauseer 20 Prozent der Unternehmensanteile am jungen Ottobrunner E-Bike-Antriebsanbieter Fazua GmbH übernommen. Über den dafür gezahlten Preis wurden keine Angaben gemacht. Der Fazua-Einstieg ist aber nur ein Teil der (E-)Fahrrad-Aktivitäten, an denen Porsche gerade kräftig bastelt.

»Das Investment von Porsche sorgt für eine weitere Beschleunigung der positiven Unternehmensentwicklung von Fazua. Gemeinsam werden wir noch mehr Druck auf die Pedale bekommen, um unsere Vision von 'Better Rides' voranzutreiben«, heißt aus der Chefetage der Ottobrunner (bei München) Fazua-Unternehmenszentrale. Der Einstieg von Porsche beinhaltet die Option zum Kauf weiterer Fazua-Anteile, »die es Porsche erlauben, Fazua komplett zu übernehmen«.
Bis dato setzen mehr als 40 renommierte Bike-Marken auf die Produkte des 2013 gegründeten Pioniers leichter kompakter E-Bike-Antriebe. Die kommen vor allem in der Kategorie »Light E-Bikes« zum Einsatz. Derzeit beschäftigt Fazua mehr als 100 Mitarbeiter.
E-Mobilitätausbau auch Richtung Bike
Mit dem Einstieg bei Fazua treibt Porsche seine E-Mobilitätsstrategie konsequent voran – und zwar nicht nur im Sektor Automobil (2019 ist der »Taycan« als erster vollelektrischer Sportwagen der Marke auf den Markt gekommen) sowie weiterer Plug-in-Hybride und vollelektrischer Auto-Modelle, sondern auch im Fahrrad-Sektor.
Zusammen mit Rotwild-Macher ADP Engineering GmbH wurde im Frühjahr 2021 mit zwei E-MTBs einen weiteren Anlauf unter dem Markennamen Porsche Richtung Fahrrad-Branche gestartet.
Auf der Eurobike 2021 präsentierte der Anbieter über seine Tochter Porsche Digital GmbH zusammen mit Storck Bicycle GmbH die neue voll vernetzte E-Bike-Mobilitätsmarke Cyklaer.
Zudem hat der Autobauer Ende letzten Jahres seine Anteile an der zum E-Sportwagen-Bauer Rimac gehörenden vollvernetzten E-Bike-Marke Greyp zur Mehrheit ausgebaut. An Rimac ist die Porsche AG ebenfalls beteiligt.
Zudem planen die Zuffenhausener zusammen mit dem ebenfalls zur Pon-Bike-Mutter Pon Holdings B.V. gehörendem Risikokapital-Fond Ponooc zwei Joint-Ventures in Sachen E-Mobilität. Einer soll der Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb einer zukünftigen Generation von hochwertigen Porsche E-Bikes dienen. Der andere soll technologischen Lösungen für die Mikromobilität forcieren.

Text: Jo Beckendorff

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