Bafang: erste Anflüge von Normalität – Produktion läuft wieder

03.03.2020
Die Bafang-Zentrale in Suzhou: Produktiion läuft wieder.

Die Firmenzentrale und Fabrik des chinesischen E-Bike-Antriebsproduzent Bafang Electric Motor Science Technology Co. in Suzhou/Provinz Juangsu hat wieder ihre durch die Corona-Virus-Epidemie gestoppte Produktion aufgenommen.

Somit hat der Hersteller – nachdem er wie alle anderen in Jiantsu ansässigen Unternehmen seine Büros und Produktionsstätten auf Anordnung der Provinzregierung nach dem chinesischen Neujahrsfest auf unbestimmte Zeit nicht wieder aufsuchen bzw. aufnehmen durfte –die Produktion wieder gestartet. Hintergrund: am 24. Februar hatte die Provinzregierung die bestehende Notfall-Reaktion gelockert. Heißt, dass Präventionsmaßnahmen und Kontrollen reduziert wurden.
Überbrückung durch Heimarbeit
Was lief aber in der Zeit, in der nicht produziert werden konnte? Laut Bafang hat das mittlere und obere Management seit 12 Februar hart daran gearbeitet, den Geschäftsbetrieb irgendwie aufrecht zu erhalten. Dringende Kunden-Aufträge wurden von den verantwortlichen Mitarbeitern in Heimarbeit nach Priorität sortiert. Zudem war es ein wichtiges Anliegen, das Ingenieurteam einsatzbereit zu halten. Über 60 R&D-Mitarbeiter arbeiten ebenfalls von zu Hause aus. Effiziente und logische Aufgabenteilung würden durch tägliche Videokonferenzen sichergestellt.
Des Weiteren standen die jeweiligen Vertriebs- und Projektmanagement-Teams mit ihren internationalen Kunden im regen Austausch, um Reisen zu verschieben und stattdessen einen starken und engen Kontakt über Videokonferenzen & Co. aufrechtzuerhalten.
Die Service-Teams in den USA und Europa wurden online von der Bafang-Zentrale unterstützt. Gemeinsam arbeitete man daran, »den normalen technischen Support und das Kundendienst-Niveau zu gewährleisten«.
Unvermeidliche Lieferketten-Schwankungen
Fakt ist aber auch, dass aufgrund des Corona-Ausbruchs Schwankungen im Lieferkettensystem nicht zu vermeiden sind. »Bafang stellte die regelmäßige Kommunikation mit den Lieferanten sicher; das Epidemie-Managementteam arbeitete mit den Lieferanten zusammen, um Gesundheit und Sicherheit zu gewährleisten, während das Qualitätsmanagement-Team die Verbindungen zu den Qualitäts- und Technikteams der Lieferanten stärkte. Diese Maßnahmen brachten den Produktionswiederherstellungs-Prozess von fünf wichtigen Lieferanten in Gang, um die Zuverlässigkeit und Qualität der Lieferkette zu gewährleisten«, heißt es aus der Firmenzentrale in Suzhou. Mit Blick auf Europa noch der Hinweis, dass die junge und für Europa produzierende Produktionsstätte Bafang-Poland im besagten Zeitraum ihre Arbeit laut Bafang nicht einstellen musste.
Spenden-Support
Zudem gibt der Produzent bekannt, dass medizinische Teams aus Suzhou in die vom Corona-Virus am meisten betroffenen Provinz Hubei aufgebrochen sind. Nachdem Bafang vom Suzhou City Center for Disease Control and Prevention erfuhr, dass diese Teams nicht genügend wichtige Schutzausrüstung zur Verfügung hatten, mobilisierte der Produzent »alle Kontakte und Ressourcen, um den Kauf und die Lieferung von 1.153 Sets professioneller Schutzanzüge zu organisieren, die für den Einsatz des medizinischen Personals in Labors und auf Stationen für Infektionskrankheiten geeignet sind«.
Diese Lieferung folgte auf eine Anfang Februar geleistete Bafang-Spende (bestehend aus Schutzartikeln wie Masken, Anzüge und Brillen) an Gebiete in die Nachbar-Provinz Hunan. Dort waren mehrere Bürger aus der Provinz Hubei, die aufgrund der strengen Transportbeschränkungen nicht mehr nach Hause reisen durften, quasi gestrandet.
Dazu Bafang-Mitgebründer Sunny He: »Bafang ist ein Unternehmen, das in Suzhou gegründet wurde und dort wächst. Es liegt in unserer Verantwortung, dem medizinischen Team in Suzhou in Hubei zu helfen und fühlen uns geehrt, dies zu tun. Wir hoffen, dass diese Leute wohlbehalten zurückkehren werden«.

Text: Jo Beckendorff/Bafang
 

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