Bambus-Produzent steigt im Rahmen einer Kapitalerhöhung bei Merida-Italia ein

02.03.2021
Merida & Forever Bambù Logos.

Nachdem der italienische Finanzberater AC Finance und die Investment-Holding BeMyCompany (BMC) Capital Partners im November letzten Jahres einen Anteil von 45 Prozent an Merida Italy SpA von Embassy Freight Services SpA zu einem nicht genannten Kaufpreis schluckten, haben sie jetzt 31,8 Prozent davon an Forever Bambù – laut Eigenangaben »Europas führendes Unternehmen für die Pflanzung von Riesenbambus« - verkauft. Die Übernahme wurde im Rahmen einer Kapitalerhöhung in Höhe von 2 Millionen Euro durchgeführt, von denen 750.000 Euro von Forever Bambù gezeichnet wurden.

Eingefädelt wurde der Deal von Antonio Quintino Chieffo. Der ist nicht nur Gründer von AC Finance und BeMyCompany (BMC) Capital Partners, sondern auch Finanzchef (CFO) und strategischer Finanzberater beim 2014 gegründeten Startup Forever Bambù. Zudem hat Chieffo auch schon in einige andere heimische Fahrradprojekte investiert (zum Beispiel über einen Ableger namens BeMyCompany Bike einen Anteil von 5 Prozent in Focus Italia Group erworben).
Prognostiziertes Wachstum lockt Investoren
Merida Italia mit Sitz in Reggio Emilia wurde 2015 als Tochtergesellschaft des zweitgrößtem Taiwan-Fahrradproduzenten Merida Industry Co., Ltd. von dem heimischen Duo Paolo Fornaciari und Paolo Ferretti gegründet. Die Taiwaner halten weiterhin einen Anteil von 30 Prozent an Merida Italia in ihren Händen.
Unter President und CEO Fornaciari sowie Vorstandsmitglied Ferretti hat die Italo-Tochter im letzten Jahr einen Umsatz von 9 Millionen Euro erzielt. Für dieses Jahr geht man (basierend auf die eingegangene Order) von einem Gesamtumsatz von 13,5 Millionen Euro und für 2022 von einem von 20 Millionen Euro aus. Dazu der Hinweis, dass Merida Italia nicht nur den heimischen Markt, sondern auch die Landesmärkte Kroatien, Montenegro, Serbien und Slowenien bedient.
»Going green»-Kapitalerhöhung
»Mit dem Einstieg von Forever Bambù schließen wir die geplante Kapitalerhöhung von mehr als 2 Millionen Euro ab und wollen nun zu 100 Prozent in die grüne Wirtschaft investieren und neue innovative Produkte herstellen. Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit Forever Bambù. Wir sind uns sicher, dass die Vereinbarung zu großartigen Ergebnissen führen und beide Unternehmen stärken wird«, erklärte Merida Italia-President und CEO Paolo Fornaciari zur Anteils-Übernahme.
Forever Bambù: »Italienische Referenzgruppe für grüne Innovation und naschhaltige Mobilität«
Wer genau ist nun Forever Bambù? Laut eigenen Angaben ist das junge Unternehmen europäischer Marktführer für die Anpflanzung von Riesenbambus durch biodynamische und symbiotische Landwirtschaft. In diesem Sektor sieht man sich auch als erste heimische Initiative, »die eine strukturierte Lieferkette mit der Aufmerksamkeit für den Planeten und die Territorien durch den Anbau von Riesenbambus verbindet und als einziges europäisches Unternehmen dieser Art die Zertifizierung für biologische und biodynamische Produktion vorweisen kann«. Zudem ist Forever Bambù Partner des ActNOw-Projekts der Vereinten Nationen zur Unterstützung individueller Maßnahmen gegen den Klimawandel.
Ziel des Unternehmens ist es laut Informationen auf www.foreverbambu.com, »die italienische Referenzgruppe für grüne Innovation und nachhaltige Mobilität zu werden« – mit einem strategischen Plan, »um in Italien einen grünen Sektor mit null Auswirkungen zu etablieren, der die Unternehmen für die Bedeutung der Absorption von CO2 sensibilisiert«.
Dazu Forever Bambù-Gründer und -CEO Emanuele Rissone, der jetzt auch dem Vorstand von Merida Italia beitreten wird: »Der Erwerb von 31,8 Prozent an Merida Italia repräsentiert voll und ganz den Willen von Forever Bambù, um sich herum einen Pol der ökologisch-nachhaltigen Innovation zu schaffen - solide, aber auch offen für neue Kooperationen in strategischen Sektoren und synergetisch zu den Expansionszielen von Forever Bambù.«

Text; Jo Beckendorff
 

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