Sonderweg: Bayerns Fahrradhandel darf erst am 27. April öffnen

16.04.2020
Setzt auf einen Corona-Sonderweg. Markus Söder.

Nach der vorgestern (15. April) kommunizierten Bund-Länder-Einigung in Sachen Lockerung der Coronavirus-Beschränkungen scheint nun doch nicht die vorab beschworene kollektive Einigkeit zu greifen. Bayern plant laut heutiger (16. April) Kabinettsitzung einen von Ministerpräsident Markus Söder präsentierten Sonderweg, der auch direkt Auswirkungen auf den hiesigen Fahrrad-Fachhandel hat.

Demnach dürfen am kommenden Montag (20. April) in Bayern zunächst nur Bau- und Gartenmärkte öffnen – weil diese in anderen Bundesländern bereits offen sind. Ab 27. April 2020 dürfen dann erst weitere Geschäfte bis zu einer maximalen Verkaufsfläche von 800 Quadratmeter öffnen (und nicht wie in den anderen Bundesländern bereits zum 20. April). Das bedeutet eine maximal zulässige Kundenzahl von 40 Personen pro Laden.
Hier ein Terminauszug betreffs Lockerungen der Corona-Beschränkungen aus der heutigen Kabinettsitzung:
o Ab 20. April 2020 dürfen Bau- und Gartenmärkte sowie Gärtnereien wieder öffnen.
o Ab 27. April 2020 dürfen Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen wieder öffnen.
o Ab 27. April 2020 dürfen weitere Geschäfte bis zu einer maximalen Verkaufsfläche von 800 qm öffnen. Das bedeutet eine maximal zulässige Kundenzahl von 40 Personen pro Laden.
Heißt, das besagte Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen auch erst wieder am 27. April öffnen – und somit erst eine Woche später als im Rest des Landes. Ob damit nur die Kfz-, Fahrrad- und Buch-Kleinbetriebe bis zu einer Größe von 800 Quadratmetern gemeint sind oder auch jene über 800 Quadratmeter (die laut Bund-Länder-Beschluss auch bereits am 20. April öffnen dürfen), war zum Zeitpunkt dieses Schreibens nicht ganz klar

Text: Jo Beckendorff, Foto: Bayrisches Landesportal


 

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