CPSC macht auf freiwilligen Ölhlins-Rückruf aufmerksam

29.11.2018
Vom Rückruf betroffen: Die Öhlins-Gabel »RXF 34 Air«.

Nachdem bereits Bikeanbieter Specialized am 26. Oktober auf einen freiwilligen Rückruf hinwiesen hatte, den er zusammen mit dem gerade von Tenneco mehrheitlich übernommenen schwedischen Fedungsexperten Öhlins (siehe Online-Meldung vom 19. November) ausgeschrieben hatte, reagierte am 27. November auch die u.s.-amerikanische Regierungsstelle für Produktsicherheit CPSC.

Hintergrund des Rückrufs: »Bei einigen Öhlins-Gabeln ist die rechte obere Kappe möglicherweise nicht ausreichend festgezogen, was in einigen Fällen dazu führen kann, dass sie sich beim Fahren weiter löst. Wenn dies geschieht, kann die Luftkartusche schlagartig aus dem Standrohr herausspringen, was zu einer Verletzungsgefahr für den Fahrer führen kann.«
Betroffene Gabeln sind schwarz mit dem Schriftzug »Öhlins« in Gold auf dem Casting. Sie haben den jeweiligen Modellnamen auf der Gabelbrücke geschrieben. Wichtig zu wissen: Öhlins »RXF36« Coil-Gabeln (= »kein Luftventil auf der rechten oberen Kappe und »TTX« und »Coil« auf der Rückseite der linken Gabelseite«) sind nicht betroffen.
Der nun auch von CPSC aufgegriffene Rückruf betrifft die von Specialized an einigen Modellen verbauten Öhlings-Federgabeln »RXF36 Air« und »RXF34 Air« Gabeln. Sie wurden allerdings nicht nur den Specialized Enduro-, Stumpjumper-, Fuse- und Levo-MTB-Modellen der Jahrgänge 2017 und 2018 original verbaut, sondern auch im Aftermarket verkauft.
Wer also eine Öhlins-Federgabel »RXF36 Air« oder »RXF34 Air« selbst verbaut oder an einem der oben genannten Specialized-Modelle hat, sollte sich bitte umgehend mit einem autorisierten Specialized-Fachhändler in Verbindung setzen.
Laut CPSC sind in Nordamerkia circa 5.950 Öhlins-Luftfedergabeln (circa 5.400 in den USA und 550 in Kanada) von diesem Rückruf betroffen. Bisher wurden in den USA vier Unfälle gemeldet, die auf besagten Gabelfehler zurückzuführen sind. Bis auf eine geprellte Schulter und einer gebrochenen Rippen ist bis dato aber niemand ernsthaft zu Schaden gekommen.

Text: Jo Beckendorff, Fotos: CPSC

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