Decathlon-Deutschland: RFID-Roboter für automatisierte Inventur

04.03.2022
RFID-Roboter »TORY« im abendlichen Inventur-Einsatz.

Für seine diesjährige automatisierte Inventur Mit Hilfe der RFID-Technologie kommen in ausgewählten Filialen des auch gut Fahrradprodukte verkaufenden Sportfilialisten Decathlon Deutschland künftig Roboter zum Einsatz Nach einer erfolgreichen Pilotphase im Store Ludwigshafen wollen die Plochinger das Projekt noch in diesem Jahr zehn weitere Filialen ausweiten.

Um Bestandslücken zu vermeiden und den Kunden in einem späteren Schritt die Möglichkeit zum Self-Checkout an den Kassen zu geben, entschied sich der französische Sportfilialist im Jahr 2019 für die weltweite Nutzung der RFID-Technologie. Seitdem werden alle 75 Decathlon-Eigenmarken bereits in der Produktion mit RFID-Tags versehen.
Das Projektnetzwerk für den deutschen Testlauf wurde von belgischen und französischen Decathlon-Kollegen unterstützt. In Belgien wurde der Einsatz des RFID-Roboters bereits getestet und validiert. Die Technologie stammt von der deutschen Firma MetraLabs. Sie hat den Roboter »TORY« entwickelt und ist zudem für die technische Einrichtung in den Filialen verantwortlich.
Bislang wurde die Inventur händisch mit sogenannten Rackets vorgenommen. Dabei haben die Mitarbeiter alle Produkt-Tags in der Filiale mit dem Racket erfasst. Künftig übernimmt dies – allerdings vorerst in ausgewählten Filialen - der RFID-Roboter »TORY«. Dieser fährt außerhalb der Öffnungszeiten automatisch durch die Gänge der Filiale und scannt dabei die RFID-Etiketten der Produkte. In Ludwigshafen benötigte er für eine Fläche von 4.300 Quadratmetern und 93.000 Produkte gerade einmal circa dreieinhalb Stunden.
Zu Schichtbeginn zeigt der Roboter dann die tagesaktuellen Abweichungen des prognostizierten und tatsächlichen Bestandes an. Das Decathlon-Team kann dann diese Abweichungen gezielt nachkontrollieren.
»Durch den dauerhaft korrekten Bestand in den Filialen können Bestellungen noch verlässlicher getätigt werden«, erklärt Decathlon Deutschlands Projektleiter für den RFID-Roboter, »zudem sparen unsere Teammates Zeit ein, die sie sonst für die Inventarisierung aufgewandt haben und können sich noch besser auf die Beratung der sportbegeisterten Kund:innen fokussieren. Unser wichtigster Indikator für den Erfolg des Projekts ist die Verfügbarkeit unserer Produkte. Diese liegt in der Filiale Ludwigshafen seit dem Start des Tests um 5 Prozent höher als in vergleichbaren Decathlon-Filialen.«

Text: Jo Beckendorff/Decathlon-Deutschland, Foto: Decathlon

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