E-Bike-Importe aus China: EU startet Untersuchung

23.10.2017
Stop China Dumping E-Bikes Logo

Letzten Freitag (20. Oktober) reagierte die verantwortliche EU-Kommission auf die am 2. Oktober vom Europäischen Fahrrad-Industrieverband EBMA eingereichte Beschwerde gegen die laut Verband »unter Preis verkauften E-Bike-Importe aus China« (der RadMarkt berichtete). Laut einer Mitteilung im EU-Amtsblatt (Zeichen C/2017/6951) wird die EU nun eine diesbezügliche Untersuchung einleiten.

Laut oben genannter Mitteilung vertritt der Kläger »mehr als 25 Prozent der europäischen E-Bike-Produzenten«. Die nun eingeleitete Untersuchung, ob Chinas Bikeexporte in die EU tatsächlich unter Preis (zu Dumpingpreisen) verkauft werden, ist laut Amtsblatt auf den Zeitraum 1. Oktober 2016 bis 30. September 2017 ausgerichtet (= Untersuchungszeitraum). Die EU fordert chinesische E-Bike-Exporteure dazu auf, an der Untersuchung teilzunehmen.
EBMA Generalsekretär Moreno Fioravanti ist erleichtert, dass die EU so schnell und positiv auf die Beschwerde seines Verbandes reagiert hat: »Wir freuen uns über die von der Europäischen Kommission angekündigte Untersuchung, die die alarmierende Importflut von E-Bikes zu künstlich tief gehaltenen Preise aus China in die EU unter die Lupe nimmt. EBMA hat die Europäische Kommmission auch zur sofortigen Registrierung von E-Bike-Importen aus China aufgefordert, sodass ein Anti-Dumping-Strafzoll auch sofort und rückwirkend zum Einsatz kommen kann.«
Und weiter: »EBMA und die EU-Produzenten von Fahrrädern, Pedelecs und Komponenten glauben fest an den Freihandel. Aber dieser muss fair sein. Heimische Produzenten durch künstlich tief gehaltene und vom Staat subventionierte Importe zu schaden verstößt gegen jegliches WTO-Reglement. Deshalb haben wir die EU-Kommission aufgefordert, so schnell wie möglich zu handeln.«
Den genauen Wortlaut der Mitteilung im EU-Amtsblatt finden Sie (auf Englisch) hier.

Text: Jo Beckendorff

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