ECF und Corona: Daten bestätigen massives Radverkehrs-Wachstum

25.06.2020
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Im ECF-Newsletter vom 24. Juni greift der europäische Fahrradlobby-Dachverband das Thema Mobilität während und nach Covid-19 auf (Anmerkung des RadMarkts: wobei wohl eher der Lock-Down und die Zeit danach gemeint ist, denn Covid-19 ist leider noch immer ein Thema): vorliegende Daten europäischer Länder würden kollektiv ein massives Radfahr-Wachstum bestätigen.

Erste verfügbare Daten aus mehreren europäischen Ländern würden belegen, dass die Bürger die Vorteile des Radfahren als gesunde Transportmittel-Alternative erkannt und während der Corona-Krise in ihr alltägliches Mobilitätsverhalten eingebunden haben.
Ein paar Beispiele gefällig? In Deutschland war das Radfahren neben dem Gehen zu einem bestimmten Zeitpunkt im April das wichtigste Transportmittel. In Frankreich ist der Radverkehr nach der Sperrung im Vergleich zu 2019 um 27 Prozent gestiegen. In vielen europäischen Städten wurde diese Umstellung auf den Radverkehr durch Ad-hoc-Infrastruktur- und andere seit April eingeführte Maßnahmen erleichtert. Dazu hat ECF eine dedizierte Datenbank zusammengestellt.
Zudem war das Radfahren und seine Vorteile in Bezug auf emissionsfreier Mobilität und Gesundheit in den letzten Wochen auf der ganzen Welt ein beherrschendes Medien-Thema. Außerdem kündigte die Europäische Kommission nach intensiven Lobbyaktivitäten seitens ECF und seinen Partnern in der Fahrradbranche auch Pläne an, wesentliche finanzielle Maßnahmen für das Radfahren in ihren EU-weiten Plan aufzunehmen (Stichwort Covid-19 Recovery Plan).
Die ersten Daten, die während und nach den verschiedenen Sperren in EU-Ländern erhoben wurden, zeigen, dass die Bürger auch massiv nach dem Lock-down im Mai auf das Fahrrad gestiegen sind.
Die von ECF gesammelten Daten würden zeigen, »dass die zahlreichen infrastrukturellen und anderen Ad-hoc-Maßnahmen, die Städte, Regionen und nationale Regierungen ergriffen haben und die ECF in seiner speziellen Datenbank sammelt, eindeutig auf die Nachfrage der Bürger reagieren«. Jetzt sei es Aufgabe der Lobbyisten, Planer und Entscheidungsträger, die Bürger davon zu überzeugen, auch in den kommenden Monaten und Jahren weiter Rad zu fahren.«

Text: Jo Beckendorff/ECF

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