Elektronikhersteller FSM bekommt Gold für Fahrradfreundlichkeit

04.12.2018
V.l.n.r Andreas Hall (Bürgermeister von Kirchzarten), Andreas Schlegel (Vorstand der FSM AG), Dr. Gudrun Zühlke (Landesvorsitzende des ADFC Baden-Württemberg), Reinhold Pix (Landtagsabgeordneter für Freiburg und Umgebung).
V.l.n.r Andreas Hall (Bürgermeister von Kirchzarten), Andreas Schlegel (Vorstand der FSM AG), Dr. Gudrun Zühlke (Landesvorsitzende des ADFC Baden-Württemberg), Reinhold Pix (Landtagsabgeordneter für Freiburg und Umgebung).

Die FSM AG aus Kirchzarten hat als erstes deutsches Unternehmen das Gold-Siegel des ADFC als zertifizierter fahrradfreundlicher Arbeitgeber erhalten.
Seit 2017 vergibt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) die neue europaweite Zertifizierung »Fahrradfreundlicher Arbeitgeber«. 

Die Kirchzartener, die intelligente Elektronik für mobile Energieversorgung, Druckmesstechnik und Trafosanfteinschalter entwickeln, fördern die Fahrradbegeisterung ihrer Mitarbeiter mit sportlichem Engagement, Infrastruktur und Service rund ums Rad.
So konnten sie bei der Zertifizierung punkten mit ihrem Dienstrad-Leasing für die Mitarbeiter, das sie schon seit vielen Jahren über den Dienstleister Leaserad (Jobrad) anbieten. Die Mitarbeiter können ein Jobrad leasen, das sie und ihre Familie auch privat nutzen können. Die FSM AG unterstützt das Leasing zusätzlich, indem sie die Kosten für die Vollkasko-Versicherung der Räder übernimmt. Von den 140 Beschäftigten haben bereits ein Drittel ein Jobrad, berichtet FSM, eine Quote, die von Leasinganbieter Jobrad als serh hoch eingeschätzt werde. Service rund ums Rad gibt es zum einen im Rahmen des Leasings in Form von Inspektionen und Reparaturen bei den angeschlossenen Händlern. Für die anderen Räder der Beschäftigten bieten einige Fahrradtechnik erfahrene Mitarbeiter Checks an und übernehmen auch kleinere Handgriffe wie Bremsen nachstellen. FSM bietet außerdem einen kleinen Pool aus E-Bike, Lastenrad und konventionellem Rad an, die sich die Mitarbeiter ausleihen können, zum Beispiel um in der Mittagspause etwas zu erledigen oder auch für den Heimweg.
Punkte für die Zertifizierung brachten zudem die Teilnahme an der Kampagne »Mit dem Rad zur Arbeit«, regelmäßige Aktionen wie Radler-Stammtische, individuelle Streckenberatung oder Betriebsausflüge mit dem Rad. Zur allgemeinen Fahrradbegeisterung bei FSM beigetragen habe auch ein wöchentliches Mountainbike-Training mit Ex-Profi Markus Bauer (Deutscher MTB-Marathon Meister 2017), mit dem dem sich interessierte Mitarbeiter für den Black Forest Ultra Bike Marathon in Kirchzarten fit machen konnten. Begleitend dazu wurden Fahrtechniktrainings angeboten, eine mit FSM gebrandete Teambekleidung angeschafft und weitere kleine Aktionen umgesetzt.
»Damit aber Mitarbeiter das Radangebot überhaupt nutzen können, ist es wichtig, die Infrastruktur dafür zu schaffen«, erläutert  FSM-Vorstand Konrad Molz. »So haben wir beispielsweise eine über 100 Quadratmeter große, beleuchtete und abschließbare Fahrradgarage gebaut. Gepunktet haben wir auch mit unserem großzügigen Angebot an Duschen und Umkleiden. Das klingt zwar banal, ist aber sehr wichtig, wenn man seine Mitarbeiter dazu motivieren möchte, das Auto stehen zu lassen und aufs Rad zu steigen. Für die Zertifizierung zählten außerdem auch vergünstigte Angebote für alternative Mobilitätsformen wie ÖPNV, Car- oder Bike-Sharing.
Sophia-Maria Antonulas, Programmleiterin beim ADFC-Bundesverband: »Die FSM AG hat den positiven Nutzen der Radverkehrsförderung erkannt. Die Fahrradkultur am Arbeitsplatz vereint gleich mehrere Vorteile: Sie ist modern, zukunftsorientiert und fördert die Mitarbeiterbindung sowie das Teamgefühl.« Auch für das Gesundheits-, Umwelt- und Mobilitätsmanagement eines Betriebs ist eine Fahrradkultur förderlich. Fahrradfreundlich Firmen profitieren auch davon, dass die Infrastruktur für das Fahrrad deutlich günstiger ist als für Kfz-Stellplätze. Und: radfahrende Arbeitnehmer haben nachweislich ein Drittel weniger Krankheitstage und sind ausgeglichener und produktiver als Mitarbeiter, die mit dem Auto kommen.

www.fsm.ag
vz/Fotos: FSM/Thomas Eckerle/Gerhard Lück

 

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