EOG: Lieferketten-Gesetz in Deutschland ist der richtige Weg

13.08.2020
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Im Namen ihrer Mitglieder äußert sich die Europäische Outdoor Group (EOG) erstmals zum geplanten Lieferketten-Gesetz in Deutschland. Insgesamt steht man den dargelegten Forderungen im Gesetzentwurf positiv gegenüber – und zwar derart positiv, dass man sich auch schnellstmöglich parallele Aktivitäten auf europäischer Ebene wünscht.

Vorab der Hinweis, dass die der Bike-Branche nahestehende Outdoor-Branche dem Fahrrad-Sektor mit Blick auf Themen wie Nachhaltigkeit & Co. weit voraus ist (wobei diese Thematik dank Einstieg von Outdoor-Anbietern im Fahrrad-Sektor – Stichwort Bikewear/-Taschen – allmählich auch in der Bike-Branche verstärkt Bachtung findet). So hat sich die EOG im Namen ihrer Mitglieder auch beim aktuell heiß gehandelten Thema Lieferketten-Gesetz zu Wort gemeldet.
»Die EOG hat den Fortgang des geplanten Lieferketten-Gesetzes in Deutschland genau verfolgt - sowohl im Zusammenhang mit der Arbeit unserer eigenen Mitglieder im Land als auch aufgrund der umfassenderen Relevanz und der Auswirkungen der vorgeschlagenen Gesetzgebung. Die in dem Gesetzesentwurf dargelegten Anforderungen sind eng mit unseren eigenen Prinzipien und unserem eigenen Verantwortungsansatz, die in unseren drei Arbeitssäulen klar zum Ausdruck kommen, sowie mit unserer Verpflichtung, Geschäfte auf die richtige Art und Weise zu tätigen, abgestimmt«, wird EOG-Generalsekretär Arne Strate in einer öffentlichen Erklärung zitiert.
Proaktive Veränderungen
Als Branchenverband habe man sich immer darauf konzentriert, den Mitgliedern (und dem Outdoor-Sektor im weiteren Sinne) zu helfen, sich auf Veränderungen vorzubereiten und diese auch tatsächlich zu begrüßen: »Tatsächlich haben wir Organisationen ermutigt, proaktiv nach Veränderungen zu suchen, die sich positiv auf Bereiche wie verantwortungsbewusste Geschäftspraktiken, Nachhaltigkeit und Naturschutz auswirken. Dies ist eine bessere Strategie, als darauf zu warten, dass Veränderungen durchgesetzt werden. Wir und unsere Mitglieder sind auch der Ansicht, dass dies grundsätzlich der richtige Weg ist.«
Verbände, die versuchen würden, den Wandel zu verlangsamen oder sich hauptsächlich darauf konzentrieren, ihre Mitglieder davor zu schützen, würden diese längerfristig auf allen Ebenen in eine schlechtere Position bringen, wenn die Gesetzgebung dann in Kraft treten wird.
Deutsche Vorreiterrolle
»In diesem Zusammenhang und im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Verantwortung ist es sehr ermutigend, dass eine große Industrienation wie Deutschland die Führung bei diesem Thema übernimmt, das als Katalysator für eine breitere Bewegung sowohl in der Debatte als auch im Handeln fungieren sollte«, meint Strate.
Und weiter: »Die EOG ist der Ansicht, dass jedes Unternehmen oder jeder Verband, der sich gegen das Lieferketten-Gesetz ausspricht, letztlich sich selbst und ihrem Sektor einen schlechten Dienst erweisen wird. Die Gesetzgebung nimmt nun rasch Gestalt an. Auf europäischer Ebene sind parallele Aktivitäten im Gange. Eine gesetzliche Regelung ist sehr wahrscheinlich, daher ist es ratsam, vorbereitet zu sein.«
Unternehmen müssen Verantwortung übernehmen
Ungeachtet dessen sollten Unternehmen Verantwortung für alle Stufen ihrer Lieferketten übernehmen. EOG strebe danach, ein Vorbild für ihren Ansatz in Bezug auf Nachhaltigkeit, Sozial- und Wohlfahrtsstandards und den Schutz der Natur zu sein: »Wir erwarten dies von uns selbst, unsere Verbraucher verlangen es zunehmend, und das nationale und internationale Recht wird es wahrscheinlich bald verlangen.«
EOG ist der Ansicht, dass es der richtige Ansatz ist, proaktiv Verantwortung zu übernehmen und positive Veränderungen herbeizuführen. Aus diesem Grund unterstützt der Verband den Fortschritt des Lieferketten-Gesetzes in Deutschland. Darüber hinaus hoffen er, dass die von dem Gesetz abgedeckte Gesetzgebung zu gegebener Zeit in ganz Europa angenommen wird.
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Text: Jo Beckendorff/EOG, Foto: EOG

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