EOG: Umweltschutz- und Nachhaltigkeits-Vision auf drei Säulen

03.02.2020
Standen Medienvertretern auf ihrer Pressekonferenz am ersten Messetag der Ispo Munich Rede und Antwort (v.l.n.r.): EOG-President Mark Held, EOG Vize-President Antje von Dewitz, EOG Head of Retail Peter Ottervanger und IGOT-Generalsekretär Andrew Denton.

Weniger um Geschäftszahlen, dafür aber mehr um Vorstand und Zukunftsstrategien ging es bei der Pressekonferenz am ersten Tag der Messe Munich (26.-29.1.) der European Outdoor Group (EOG).

Was den am Vortag der Messe auf der EOG-Mitgliederversammlung neu berufenen Vorstand betrifft, hatten wir bereits darüber in einer separaten Meldung berichtet. Mit der zur Vizepräsidentin gewählten Vaude-Geschäftsführerin Antje von Dewitz wurde eine der führenden Wortführer der hiesigen Outdoor-Branche in Sachen nachhaltigem Handel in die Verbands-Führungsriege berufen.
Die Gründe dafür fasste sie in einer emotionalen »Fünf vor 12«-Rede zusammen. Sie warnt, dass es nicht mehr viel Zeit zum Agieren gibt, um den nachfolgenden Generationen eine Zukunft inklusive intakter Natur zu hinterlassen. Von Dewitz steht dafür ein, zusammen mit allen EOG-Mitgliedern Pläne für eine nachhaltige Produktion entwickeln zu wollen: »Unsere Branche steht unter Druck. Wir dürfen das Vertrauen der Konsumenten nicht enttäuschen.« Auch wenn die Outdoor-Industrie sicherlich eine Vorreiterrolle in Sachen Sustainability einnehmen würde - »in den vergangenen Jahren haben wir mehr als 200 Millionen Euro in CSR- und Nachhaltigkeitsprojekte investiert« -, sei das noch lange nicht genug, um die Welt zu retten.
Dazu auch EOG-Generalsekretär Arne Strate: »Ohne intakter Natur gibt es unser Business nicht. Daher sind Nachhaltigkeit und Umweltschutz für unsere Branche so elementar.« Deshalb hat die EOG beide Themen auf drei Säulen gestellt: Business (EOG); Nature (EOCA) und Activity (IGOT).
Zur Säule Eins erklärt EOG-Präsident Mark Held, dass es darum geht, geschäftliche Entscheidungen im Sinne der Nachhaltigkeit zu tun (»doing businss right«). Säule Zwei setzt auf die von EOG kreierte European Outdoor Conservation Association (EOCA), die aktiv Umwelt und Natur unterstützt. Säule Drei basiert auf der ebenfalls von EOG gegründeten IGOT-Kampagne (steht für »it’s great out there«), mit der man Menschen in Zeiten von Videospielen & Co. auch wieder zu eigenen sportlichen Draußen-Aktivitäten animieren will.
Insgesamt geht es der EOG darum, als Stimme der europäischen Outdoor-Branche wahrgenommen zu werden »und unsere Vision, globale, profitable Geschäfte auf eine Weise zu machen, die mehr zurückgibt als wir von der Natur und den Menschen nehmen«.
In diesem Zusammenhang erklärte Held übrigens auch, dass man die Fahrrad-Branche künftig gerne mit einbinden würde. Schließlich sei Radfahren auch eine Outdoor-Aktivität. O-Ton Held: »Unsere Türen stehen offen. Wir heißen jeden willkommen, der unsere Werte teilt.« Für die Mitarbeit des Handels at EOG wie bereits berichtet mit Peter Otterwanger einen erster Head of Retail an Bord geholt. Er soll dafür sorgen, dass die von EOG proklamierten Nachhaltigkeitsziele auch vom Outdoor-Handel aufgriffen wird. Bei Initiativen wie zum Beispiel »Single Use Plastic« sei der Handel bereits ein wichtiger Sparring-Partner.

Text/Fotos: Jo Beckendorff


 

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