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EU-Beschleunigerprogramm: beste Starthilfe für Nüwiel & Co.
Effiziente nachhaltigen „Last-Mile-Delivery" mit Nüwiels E-Trailer.

Für die schnelle, innovative Bewältigung von urbanen Herausforderungen in der Covid-19-Pandemie hatte die europäische Start-up-Gemeinde das durch das Europäische Innovations- und Technologieinstitut (EIT) finanzierte Beschleunigerprogramm für urbane Mobilität »Special: Covid-19« ins Leben gerufen. EIT Urban Mobility hat das Programm mit Fachwissen, Kapital und Kooperationen unterstützt – mit dem Ergebnis, dass viele der Start-up-Unternehmen nun in die Umsetzung gehen können. Eines davon ist das junge Hamburger E-Fahrradtrailer-Start-up Nüwiel GmbH.

Besagtes Beschleunigerprogramm ist die erste EU-finanzierte Initiative dieser Art für Start-ups. Das Programm wurde von der Deep Tech Alliance ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um eine Allianz führender europäischer Innovationszentren (darunter auch UnternehmerTUM aus München, laut Eigenangaben »das größte Entrepreneurship-Zentrum Europas«). Geleitet wird das Programm von Futurebox im DTU-Wissenschaftspark nördlich von Kopenhagen geleitet.
Gemeinsames Ziel ist es, »Lösungen für die Bewältigung der Corona-Krise im urbanen Raum zu finden. Diese richten sich wiederum unmittelbar an Entscheidungsträger in europäischen Metropolen.
Ultimate Demo Day: 23 Start-ups präsentieren sich vor 400 Investoren
Mit dem virtuellen Ultimate Demo Day Anfang Dezember erreichte das Programm seinen Höhepunkt: 23 Start-ups nahmen an einem Pitch vor 400 Investoren auf internationaler Ebene teil. Mit großem Erfolg: Fast alle Start-ups stehen nun im Dialog mit potenziellen Investoren und erhalten eine Förderung.
Nüwiel: intelligente Last-Mile-Paketzustellung via E-Trailer
Eine der innovativen Lösungen stammt von dem Hamburger Start-up-Unternehmen Nüwiel. Über Nüwiel hatte der RadMakrt bereits im Juli im Rahmen der jungen «Last Mile Sharing Economy« berichtet. Die Hamburger haben einen zum Patent angemeldeten E-Trailer entwickelt, der als eine effiziente und nachhaltige Lösung für die „First- und Last-Mile-Lieferung“ (Lieferung von Lieferanten an das Unternehmen oder bis an die Haustür) gesehen wird: mit Nüwiels E-Trailer für alle E-Bikes und Lasten-Fahrräder ist es möglich, schwere und sperrige Güter sicher und flexibel zu transportieren. Außerdem wird das Verkehrsaufkommen durch die Fahrradzustellung deutlich reduziert.
Rückblickend erklärt Nüwiel-Mitbegründerin und -Geschäftsführerin Natalia Tomiyama (Bild unten): »Die vergangenen drei Monate waren extrem anspruchsvoll, haben sich aber in vielerlei Hinsicht ausgezahlt. Das Wichtigste, das wir im Rahmen des Programmes erhalten haben, war die Unterstützung durch die hochkarätigen Mentoren, der Austausch mit anderen Mobilitäts-Start-ups und der Zugang zum Netzwerk von Mitarbeitern, Investoren und potenziellen Kunden.«
Weitere innovative Start-up-Innovationen
Weitere innovative Lösungen, die in dem Programm entstanden sind, sind zum Beispiel ein antivirales Messingwerkzeug, mit dem Türen ohne direkte Berührung geöffnet werden können, um die Hände sauber und virenfrei zu halten, oder eine Marktforschungs-App, mit welcher Nutzer Punkte sammeln können, wenn sie sich für ein umweltfreundliches Fortbewegungsmittel (Fahrradfahren, öffentliche Verkehrsmittel, Carsharing) entscheiden. Gleichzeitig werden so anonymisierte Daten gesammelt, um sich nachhaltig den veränderten Verkehrsströmen anzupassen.
Die Pandemie als unternehmerische Chance
In seiner Funktion als Geschäftsführer Xpreneurs von UnternehmerTUM ist Martin Giese stolz darauf, dass sich seine Organisation dazu entschieden hat, das EIT-Beschleunigerprogramm für urbane Mobilität zu initiieren: »Wir waren der Meinung, dass die Bekämpfung der Pandemie durch Innovation die richtige Kombination aus gesellschaftlichem Nutzen und unternehmerischen Möglichkeiten bietet. Angesichts der Fragmentierung des europäischen Marktes ist die Internationalisierung eine zentrale Herausforderung für Deep-Tech-Start-ups. Indem wir Partner in Schlüsselmärkten haben, können wir unsere Unterstützung, die wir ihnen auf ihrem Weg bieten können, ausbauen.«
Weitere Informationen über www.eiturbanmobility.eu.

Text: Jo Beckendorff/EIT, Fotos: Nüwiel/Anne Gaertner
 

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