EU-Mobilitätsatlas 2021 hebt Potential des Fahrrads hervor

15.02.2021
Frisch aus der Presse: der EU-Mobilitätsatlas 2021.

Am 3. Februar hat die Heinrich-Böll-Stiftung ihren Europäischen Mobilitätsatlas veröffentlicht. Er liefert wichtige Fakten zur europäischen Mobilitätslandschaft. Dabei wird auch das Potenzial des Radverkehrs und der Fahrradindustrie deutlich herausstellt. Das Kapitel zur Fahrradindustrie wurde von Conebi verfasst. Das Gesamtwerk liegt jetzt zum kostenlosen Download bereit.

Nachhaltige Mobilität ist der Schlüssel zur Bewältigung der aktuellen Klimakrise und zur Erreichung der Ziele des europäischen Green Deals. Die EU ist jedoch noch weit davon entfernt, die selbst gesteckten Ziele zu erreichen. Dabei ist der Verkehr für fast 30 Prozent der CO₂-Emissionen innerhalb der Europäischen Union verantwortlich.
Wie kann die EU ihre Verkehrs- und Mobilitätsemissionen reduzieren und gleichzeitig die Bürger verbinden, grüne Arbeitsplätze schaffen und die Innovation in diesem Sektor anführen? Mit genau diesen Fragen beschäftigt sich der EU-Mobilitätsatlas.
Bei der Vorstellung des Atlas betonte der Exekutiv-Vizepräsident der Europäischen Kommission Frans Timmermans, dass »das Fahrrad eine der Schlüssellösungen ist und dass die europäische Fahrradindustrie eine wichtige Rolle bei der Erreichung der grünen Ziele der EU spielen muss.«
Das vom Dachverband der europäischen Fahrrad- und Fahrradteile-Landesverbände Conebi verfasste Kapitel über die Fahrradindustrie liefert darüber hinaus Marktzahlen und Trends, die zeigen, wie sich die Branche von einem Jahresumsatz von 5 Milliarden Euro vor 20 Jahren auf fast 15 Milliarden Euro im Jahr 2019 entwickelt hat.
Darüber hinaus betrachtet der EU-Mobilitätsatlas die Gesamtwirkung des Radverkehrs, »indem er das Potenzial des Radtourismus sowie die zunehmende Relevanz von Lastenrädern mit Unterstützung von Experten auf diesem Gebiet wie ECF analysiert«.
Neben dem Radverkehr enthält das Dokument auch ein Kapitel über die Auswirkungen von Covid-19 auf die Bereiche Verkehr, Eisenbahn, Digitalisierung, Luftfahrt und Arbeitsrechte.
Die hinter dem Europäischen Mobilitätsatlas stehende Heinrich-Böll-Stiftung ist eine politische Stiftung, die mit Bündnis 90/Die Grünen verbunden ist. Wenn es um politische Bildung und Lobbyarbeit für grüne Politik geht, ist sie sowohl auf deutscher als auch auf europäischer Ebene ein wichtiger Akteur.
In den vergangenen Jahren hat die Heinrich-Böll-Stiftung Atlanten zu verschiedenen Themen wie Infrastruktur, Energie und Kunststoffe veröffentlicht, die darauf abzielen, die wichtigsten Fakten und Zahlen zu den jeweiligen Themen zu analysieren und einen Einblick in die allgemeinen Markttrends zu geben.
Der EU-Mobilitätsatlas liegt jetzt unter diesem Link zum kostenlosen Download bereit.

Text: Jo Beckendorff/Conebi, Abb.: Heinrich-Böll-Stiftung

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