Das Fahrrad als alternatives Fortbewegungsmittel in der Stadt

30.04.2019

Deutschland ist keine Fahrradnation, wie etwa Holland, aber ein Land mit stetig wachsendem Individualverkehr. Und hier ist das Fahrrad als Fortbewegungsmittel eine noch vielfach unterschätzte Alternative.

Wie läuft das in unserem Nachbarland? 99 Prozent der Holländer besitzen einen Drahtesel, rund 27 Prozent ihrer Wege werden auf zwei Rädern absolviert. Das sind durchschnittlich drei Wege pro Tag, wie der Mobiliteitsbeeld 2016 aufzeigte. Deutschland hinkt da noch etwas hinterher, auch wenn die Nutzung von Fahrrädern etwas angestiegen ist.

Das Zweirad als Alternative

Wenn es um das Thema alternative Fortbewegung geht, dann sind sowohl die Bürger selbst als auch die Politik gefordert. Es genügt nicht, die Radtouren und Fernwege auszubauen und zu bewerben, auch der städtische Raum muss entsprechend modifiziert werden. Dem Individualverkehr auf zwei Rädern muss ausreichend Raum gegeben werden, was für jede Stadt und Kommune eine ganz eigene Herausforderung ist. So viele Städte und Gemeinden es in Deutschland gibt, so viele Ist-Zustände zeigen sich auch beim Thema Fahrradwege und -freundlichkeit.
Impulsgeber sind jedoch immer die Bürger selbst! Sie sind es, welche die Politik auf Probleme hinweisen und Lösungen einfordern müssen. Gibt es ausreichend Radwege, und wie ist deren Zustand? Haben Fahrradfahrer ausreichend Möglichkeiten, ihre Räder sicher anzuschließen? Ermutigen Sie Ihre Kunden im Fahrradgeschäft, sich an die zuständigen Kommunalpolitiker zu wenden und dort ihre Forderungen zu stellen, oder starten Sie eine entsprechende Initiative!

Die passenden Fahrräder für den Stadtverkehr

Zum sicheren und entspannten Fahren in der Stadt gehört in erster Linie das passende Fahrrad. Mit einem Mountainbike oder einem Rennrad kann man natürlich den städtischen Verkehr bewältigen, doch mit einem Citybike sind bewegungsfreudige Städter einfach sicherer unterwegs. Das liegt daran, dass diese Modelle für den Stadtverkehr perfekt ausgestattet sind. Neben dem geringen Wartungsbedarf, der durch die eingebauten Nabenschaltungen gewährleistet wird, sorgen auch die fest montierte Lichtanlage, standardmäßig abgebrachte Klingeln und Schutzbleche und der robuste Gepäckträger für Sicherheit und Komfort im Stadtverkehr. Das größte Plus ist jedoch die aufrechte Sitzhaltung, die nicht nur für Bequemlichkeit während der Fahrt, sondern auch für einen guten Überblick sorgt. So haben Fahrer den Verkehr viel besser als im Blick als etwa in der gebeugten Haltung auf einem Rennrad, wo es darum geht, den Wind möglichst wenig Widerstand zu bieten. Neben der Fahrradhändler des Vertrauens, haben auch Onlinehändler inzwischen viele Angebote hierzu bereit, was dazu genutzt werden kann, sich hier erstmal einen Überblick zu verschaffen.

Die vielen Vorteile des Fahrrads im Stadtverkehr

Vorteil Nr. 1: mehr Zeit
Der Individualverkehr in Deutschland wird immer mehr zu einer Qual, denn die vielen Pendler verstopfen auf dem Weg zur Arbeit die Straßen. Besonders morgens und abends muss mit quälendem Warten gerechnet werden. Die Stau-Hauptstadt Deutschlands ist Berlin, wo Autofahrer im Jahr 2018 durchschnittlich sechs Tage ihres Lebens verloren – pro Jahr, wohlgemerkt. Das sorgt zudem für Kosten von gut 1.300 Euro pro Jahr und Fahrer, für die man ein sehr gutes Fahrrad kaufen könnte!
„Wie lange haben Sie für den Weg hierher gebraucht?“
Diese Frage sollte für einen Fahrradhändler zum Standard gehören. Denn eines ist in den meisten Fällen klar: Mit einem Fahrrad wäre es schneller und komfortabler gegangen. Der wichtigste Vorteil eines Fahrrads in der Stadt ist also die immense Zeitersparnis. Denn auf zwei Rädern lässt sich jeder Stau leicht umfahren und es tun sich zahlreiche Wege auf, die mit einem Auto nicht passierbar wären.

Vorteil Nr. 2: bessere Fitness
Regelmäßige Bewegung ist essenziell für die Gesundheit, und das Fahrrad ist einer der besten Partner, die man sich dafür vorstellen kann. Bis zu 700 Kalorien pro Stunde lassen sich beim Strampeln auf dem Drahtesel verbrennen. Zugleich werden Muskeln aufgebaut, die den Stoffwechsel zusätzlich anregen. Der Grundumsatz wird gesteigert und das Abnehmen geht leichter vonstatten. Das Schöne am Radfahren ist, dass ein großer Teil des Gewichts vom Sattel getragen wird. Anders als etwa beim Joggen werden also die Gelenke geschont. Noch schonender ist nur Schwimmen, doch damit kommt man schlecht zur Arbeit.
Radfahren sorgt für einen besseren Schlaf, bringt mehr Sauerstoff in den Blutkreislauf und hält das Herz gesund. Es kann die Denkleistung verbessern, die Verdauung anregen und das Immunsystem unterstützen. Das Fahrradgeschäft ist der ideale Ort, um den Kunden mit einer engagierten Beratung zu mehr Bewegung zu motivieren und ihm diese Vorteile aufzuzeigen.

Vorteil Nr. 3: die Umwelt wird geschont
Der Umweltschutz ist in aller Munde, denn das Klima scheint sich zu wandeln, wobei wir alle unseren Teil dazu beitragen. Nun mag der Einzelne denken, es sei ihm nicht möglich, etwas an der Welt zu ändern, weil die Entwicklungen übergroß erscheinen. Doch das ist nicht wahr. Bis zu 30 Prozent des Stadtverkehrs könnte durch Radverkehr ersetzt werden, wobei viele individuelle Entscheidungen eine allgemeine Auswirkung mit sich bringen würden.
Gerade der lästige Stop-and-Go-Verkehr auf den verstopften Straßen mit ihren häufig suboptimalen Ampelschaltungen verbraucht besonders viel Benzin und stößt extrem viele Schadstoffe und CO2 aus.

Fazit:
Das Fahrrad ist eine, wenn nicht die Alternative für den täglichen Verkehr in der Stadt. In Kombination mit den öffentlichen Verkehrsmitteln lassen sich auch lange Strecken bequem zurücklegen, was auch für Pendler von großem Interesse sein dürfte. Kunden können im Fahrradgeschäft entsprechend beraten und auch motiviert werden, was den Händlern wiederum zugutekommt. Am Ende profitieren alle davon, wenn weniger Autos auf den Straßen unterwegs sind.

Bild: pixabay


 

Weitere Themen, die Sie interessieren könnten