Fahrrad- und E-Bike-Größe KTM: die Zukunft ist jetzt

23.04.2021
Die Konzernzentrale von KTM Fahrad in Mattighofen.

Österreichs führender Fahrradproduzent KTM Fahrrad GmbH gilt nicht nur als einer der europäischen Pedelec-Pioniere, sondern in seiner Heimat auch als größter Standort für Elektro-Mobilität. Dafür produziert der heimische Marktführer jetzt sogar – Stichwort Nachhaltigkeit - selbst erzeugten Strom. Außerdem wird mit weiteren (allerdings nicht näher bezifferten) Investitionen in den Standort Mattighofen ein klares Statement Richtung Produktionsstandort Österreich gesetzt – nicht zu vergessen jene Investition, die laut Eigenangaben auch »Qualität und Service für die KTM-Kunden weiterentwickelt«.

Schon in den zurückliegenden Jahren 2019 und 2020 setzte KTM Fahrrad mit der Eröffnung einer komplett neuen Produktionsanlage und eines Logistikzentrums echte Meilensteine. In diesem Jahr (2021) sollen noch fünf Bauprojekte auf einer Fläche von über 20.000 Quadratmeter gleichzeitig realisiert werden. Dazu gehören Erweiterungen und Erneuerungen in den Bereichen Produktion inklusive einer völlig neuen computergesteuerten, vollautomatischen Lackieranlage sowie weitere Gebäude für die Produktentwicklung und den Kundenservice.
Um die hohe Produktqualität unter dem Siegel »Made in Austria« zu garantieren, sind alle getätigten Investitionen laut Unternehmensangaben auch »ein deutliches Bekenntnis zum Standort Österreich«.
Natürlich kommt bei diesen Investitionen das aktuelle Trend-Thema Nachhaltigkeit nicht zu kurz. Dabei spielt die erneuerbare, selbsterzeugte Energie eine besonders große Rolle. Klare Trumpfkarten: Photovoltaik und Erdwärme.
Mit einer Leistung von bis zu 450.000 Watt pro Stunde ist die hauseigene Photovoltaik-Anlage bei idealen Bedingungen in der Lage, einen Großteil des Strombedarfs für den Produktionsbetrieb komplett zu erzeugen. Zudem wird die gesamte Kühlung und Heizung des Gebäudes in Verbindung mit einer Wasserwärme-Tauschanlage abgedeckt.
Nicht zuletzt mit frühen Pedelec-Visionen zum Global Player
Letztendlich noch ein Blick zurück: unter der Ägide von Eigentümerin Carol Urkauf-Chen, die den damals angeschlagenen Fahrrad-Produzenten KTM Fahrrad 1996 übernommen hatte, avancierte KTM Fahrrad zu einem Global Player. Mit dem frühen Einstieg in das Produktsegment Pedelec – und in diesem Bereich speziell den Sektor E-Mountainbike – hatten sie und ihr Team den richtigen Riecher.
Mit diesem Ass im Rücken wuchs KTM Fahrrad zu einer Firmengruppe, die heute über 800 Personen beschäftigt. Für das Modelljahr 2022 plant die Unternehmensführung um Johanna Urkauf, die die Geschäftsführung im Jahr 2018 von ihrer Mutter übernommen hat, eine Produktion von 460.000 KTM-Fahrädern und -E-Bikes. Mit dieser Zahl will man auch einen erneuten Rekord-Umsatz einfahren.
Eigentümerin Carol Urkauf-Chen selbst ist im Unternehmen weiterhin als Vorsitzende des Aufsichtsrats aktiv. Ihr Rat ist sicherlich weiterhin gefragt.

Text: Jo Beckendorff/KTM Fahrrad, Fotos: KTM Fahrrad
 

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