FFT sichert sich weiteres Kapital für Markteinführung
Patentiert: das Getriebe-System von FFT.

E-Bike-Antriebsanbieter FreeFlow Technologies (FFT) konnte sich über eine erneute Finanzierungsrunde eine Investitionssumme in Höhe von 1,85 Millionen GBP (2,05 Millionen Euro) sichern. Mit dieser Finanzspritze bereiten sich die Schotten eigenen Angaben darauf vor, »einen Anteil am schnell wachsenden globalen Markt für E-Fahrräder zu erobern«.

In einer früheren Finanzierungsrunde im Jahr 2018 hatte sich FFT bereits 1,8 Millionen GBP (1,99 Millionen Euro) gesichert. Die nun abgeschlossene und stark überzeichnete Finanzierungsrunde wurde vom Investitionskonsortium Kelvin Capital geleitet und von Equity Gap, Foresight Williams und Scottish Enterprise unterstützt.
Dazu Kelvin Capital-Direktor John McNicol: »Die Ereignisse des Jahres 2020 haben zu einem unerwarteten Radfahrer-Anstieg und insbesondere E-Bike-Verkäufen geführt, wie es ihn seit den Olympischen Spielen 2012 nicht mehr gegeben hat. Kelvin Capital freut sich, FreeFlow Technologies bei dieser Investitionsrunde zu unterstützen. Es handelt sich um ein Unternehmen, das mit einem beeindruckenden Management-Team – darunter das ehemalige Führungsteam von Dyson, und Geschäftsführern großer Fahrrad-Marken wie Cannondale, Rapha, Marin Bikes und Whyte Bikes – Innovationen in einen gut etablierten Markt einbringt.«
Mit der neuen Investition im Rücken will das LEVA-EU-Mitglied zuallererst den Umzug in einen neuen Hauptsitz sowie eine neue Forschungs- und Entwicklungs-Einrichtung in East Kilbride aufbauen. Zudem soll damit das bestehende Team gestärkt werden.
Zum Ausbau des jungen E-Bike-Antriebsgeschäfts erklärt der FFT-Vorsitzende Martin McCourt: »Da viele Teile der Gesellschaft Alternativen zu öffentlichen Verkehrsmitteln suchen und ein größeres Interesse an ihrer persönlichen Gesundheit haben, boomt der E-Bike-Markt. Das FreeFlow-Antriebssystem verändert das Aussehen und die Fahrleistung von E-Bikes. Jetzt kann ein E-Bike wie ein normales Fahrrad aussehen und wie eines fahren!«
Das patentierte E-Bike-Getriebesystem der Schotten ist laut deren Angaben »leichter, kompakter und bietet eine höhere Leistungsdichte als andere Produkte – wobei Motor und Batterie einfach in den Fahrradrahmen eingebaut werden können«. Genauer gesagt wird der Mittelmotor in das Tretlager integriert. Teile der Antriebstechnik sowie der Stromversorgung sind im Unterrohr »versteckt«. Dafür müsse das Unterrohr nicht einmal überdimensionierte Ausmaße annehmen. Somit sei auch trotz »e« der Look eines ganz normalen Fahrrads gewahrt.
Laut FFT gibt es schon eine Reihe von Marken, die bei ihren Rahmenkonstruktionen den Einsatz der neuen FreeFlow-Technologien ETS (steht für »Electronic Transmission System«) in ihre Fahrräder ermöglichen. Erste Modelle sollen bereits im kommenden Jahr 2021 in den Markt surren.
Mehr Info zum aufstrebenden Unternehmen aus Schottland über www.freeflowtechnologies.com.

Text: Jo Beckendorff/LEVA-EU/FFT, Fotos: FFT

 

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