Förderprogramm für Radschnellwege geplant

02.11.2016
Zwischen Essen und Mülheim an der Ruhr ist die Rheinische Bahn als Herzstück des RS1 bereits eröffnet.

Nach Ankündigung von Bundesverkehrsminister Dobrindt soll der Bau von Radschnellwegen mehr unterstützt werden. Um den Bund an der direkten Finanzierung beteiligen zu können, soll das Bundesfernstraßengesetz geändert werden.

25 bis 30 Millionen Euro will der Bundesverkehrsminister für dieses Vorhaben einbringen, dass bisher allerdings ausschließlich in der Verantwortung der Bundesländer und Kommunen liegt. Die Interessensvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) begrüßt diese Initiative.
ADFC-Verkehrsvorstand Ludger Koopmann sagt: »Die finanzielle Förderung von Radschnellwegen durch den Bund haben wir lange gefordert. Das angekündigte Förderprogramm ist ein Einstieg in eine vernünftige Förderung von Radschnellwegen. Wir begrüßen ausdrücklich, dass der Bund damit seine Rolle als Kofinanzier und Treiber dieser für Deutschland noch neuen Form von Radverkehrs-Infrastruktur ernst nimmt und die dafür erforderlichen rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen will. Nach der Aufnahme von Radschnellwegen in den Bundesverkehrswegeplan ist das ein weiteres wichtiges Signal, dass auch Länder und Kommunen ermutigt, solche ambitionierten Projekte in Angriff zu nehmen. Im nächsten Schritt muss der Bund sein Engagement auf stabile Füße stellen und eine dauerhafte Kofinanzierung von Radschnellwegen mit einem wesentlich höheren Betrag etablieren. Denn ein Förderprogramm mit 25 Millionen Euro kann nur ein Anfang sein.«
Im Ruhrgebiet ist ein erstes, fünf Kilometer langes Teilstück des RS1 ist bereits eröffnet. Nach der Fertigstellung soll die Trasse 101 Kilometer lang sein und 55.000 Autofahrten täglich ersetzen. Die Baukosten sind mit 180 Millionen Euro veranschlagt. Weitere Radschnellwege sind in Planung.
www.adfc.de/verkehr--recht/radverkehr-gestalten/radverkehrsfuehrung/rads...
Foto: RVR/ Tom Schulte



 

 

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