Garmin 2019: Fitness inklusive Fahrradprodukte radelt ganz vorne

25.02.2020
Garmin Atmo-Shot.

Nach einen guten vierten Geschäftsquartal 2019 mit einem Plus von 18 Prozent auf einen Gesamtumsatz von 1,10 Milliarden US$ (1,02 Milliarden Euro) im Rücken fiel auch das Gesamtjahres-Ergebnis von Navigations-Pionier Garmin Ltd. bestens aus: der Gesamtumsatz 2019 lag mit 3,76 Milliarden US$ (3,48 Milliarden Euro) und verglichen mit dem Vorjahr ebenfalls mit einem zweistelligen Plus von 12 Prozent bestens im Rennen.

»Dank unserer starken Produktpalette und einzigartigen Innovationen war 2019 ein weiteres aufregendes Wachstumsjahr«, erklärt Garmin-Präsident und CEO Cliff Pemble, »wir sind mit einer großen Palette kürzlich eingeführter Produkte in das Jahr 2020 gestartet, und es werden noch weitere folgen. Wir freuen uns auf die Zukunft, denn jedes Geschäftssegment bietet einzigartige Wachstumsmöglichkeiten für 2020 und darüber hinaus.«
Das Geschäftsjahr 2019 macht aber auch wieder deutlich, dass Garmin seine Abhängigkeit vom Geschäftsfeld Auto überwunden hat. Dank zweistelliger Umsatzzuwächse aller weiteren von Garmin bedienten Geschäftsfelder (Fitness, Aviation, Marine und Outdoor) kann der bereits vor Jahren einsetzende Umsatzrückgang der Auto-Division bestens aufgefangen werden.
Die Segment-Umsätze im Einzelnen
Die Fitness-Division, die auch die Fahrrad-Produkte des Unternehmens lenkt, erzielte im Geschäftsjahr (= Kalenderjahr) 2019 ein Plus von 22 Prozent auf einem Gesamtumsatz von 1,05 Milliarden US$ (972,92 Millionen Euro). Mit diesem Betrag ist diese Division die mittlerweile größte im Unternehmens-Imperium. Laut Garmin profitierte das Fitnesssegment vor allem von guten Verkäufen im Sektor Advanced Wearables sowie Tacx-Verkäufen. Garmin hatte den niederländischen Indoortrainer-Anbieter Anfang letzten Jahres übernommen.
Die Aviation-Division konnte ihren Umsatz ebenfalls um 22 Prozent auf insgesamt 735,46 Millionen US$ (681,47 Millionen Euro) nach oben stemmen.
Das Marine-Segment fuhr im letzten Jahr ein Plus von 15 Prozent auf einen Gesamtumsatz von nunmehr 508,85 Millionen US$ (471,50 Millionen Euro) ein.
Der Outdoor-Sektor stapfte mit einem Plus von 13 Prozent und einem Gesamtumsatz von 917,57 Millionen US$ (850,21 Millionen Euro) durch das Jahr 2019.
Bleibt der Bereich, mit dem Garmin einst durchstartet und groß wurde: die Auto-Division. Sie fuhr im letzten Jahr einen Umsatz von nur noch 548,10 Millionen US$ (507,87 Millionen Euro) ein. Verglichen mit 2018 ist das ein zweistelliges Minus von 14 Prozent.
Mit diesen Umsätzen im Rücken erzielte Garmin einen operativen Gewinn von 945,58 Millionen US$ (876,18 Millionen Euro) und einen Nettogewinn von 952,49 Millionen US$ (882,58 Millionen Euro). Zum Vergleich: 2018 lag der operative Gewinn bei 778,34 Millionen US$ (721,21 Millionen Euro) und der Nettogewinn bei 694,08 Millionen US$ (643,08 Millionen Euro.
Ausblick 2020
Was das laufenden Geschäftsjahr 2020 betrifft gibt Garmin folgende Ausblick: die US-Amerikaner erwarten einen Gesamtumsatz von etwa 4,0 Milliarden US$ (3,71 Milliarden Euro). Dieser soll vor allem durch das Wachstum in den Bereichen Fitness, Outdoor und Marine getragen werden. Die würden teilweise die Rückgänge im Automobilsegment weiterhin ausgleichen.

Text: Jo Beckendorff, Foto:Garmin

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