Giant Group: gutes Finanzergebnis 01-06/2020 und mehr

14.08.2020
Wurde am 1. Juli offiziell in Betrieb genommen: Giant-Ungarn.

Gestern (13. August) gab Giant Group nicht nur die Finanzergebnisse seine zweiten Verkaufsquartals (und somit auch des ersten Halbjahres) 2020 bekannt, sondern auch die offizielle Inbetriebnahme seiner neuen Europa-Fabrik im nordungarischen Gyöngyös (80 Kilometer nordöstlich von Budapest). Der Zeitpunkt dieser Inbetriebnahme hätte in Zeiten verstärkter Nachfrage und leerer Lager nicht besser sein können.

Mit dem verstärkten Nachfrageschub, der der Corona-bedingten Lockdown-Phase folgte, hat Giant Group im zweiten Verkaufsquartal einen Gesamtumsatz von 19,7 Milliarden TWD (565,40 Millionen Euro) eingefahren. Mit 4,06 TWD (0,11 Euro) lag der EPS (Gewinn pro Aktie) auf einem historischen Rekordhoch.
Das ergab für das erste Halbjahr 2020 einen Gesamtumsatz in Höhe von 33 Milliarden TWD (946, 81 Millionen Euro). Verglichen mit dem ersten sechs Monaten des Vorjahres entspricht das – Corona hin, Corona her - ein Plus von 7,5 Prozent. Das gute Gesamtergebnis wurde laut den Taiwanern vor allem durch die starke Nachfrage nach E-Bikes in Europa sowie einer verbesserten Produktionsauslastung der Fertigungsstätten begünstigt. Somit verbesserte sich auch die Bruttomarge der Gruppe auf 21,7 Prozent. Der Nettogewinn nach Steuern lag mit 2,15 Milliarden TWD (61,66 Millionen Euro) 24,9 Prozent über dem des vergleichbaren Vorjahres-Zeitraumes. Damit beläuft sich der Gewinn pro Aktie im ersten Halbjahr 2020 auf 5,74 TWD (0,16 Euro).
Nach Lockdown: weltweit verstärkte Nachfrage
Was die Leistung der eigenen Giant Group-Marken (Cadex, Giant, Liv, Momentum) betrifft, melden »alle Länder, in denen Giant tätig ist, starke Ergebnisse mit einem zweistelligen Umsatzwachstum - insbesondere in den USA, Europa und China«.
Heißt auch, dass Taiwans führender Premiumrad-Produzent nicht nur von der starken Fahrrad- und E-Bike-Nachfrage in Europa profitiert: »Aufgrund der Auswirkungen von Covid-19 entscheiden sich viele Verbraucher für das Fahrrad oder E-Bike als Mobilitätsalternative und für den Sport. Darüber hinaus fördern die Regierungen in vielen Ländern die Nutzung von Fahrrädern nicht nur durch Subventionen, sondern auch durch Investitionen in den Aufbau von Fahrrad-Infrastrukturen.« Somit geht Giant Group davon aus, »dass die Nachfrage nach traditionellen Fahrrädern wie auch nach E-Bikes weiterhin steigen wird.«
Giant-Fabriken melden kollektiv volle Produktionsauslastung
Momentan ist die komplette Giant Group-Produktion voll ausgelastet, um den aktuellen Lagerbestands-Mangel aller globalen Giant-Vertriebsgesellschaften zu beheben. Da kommt die neu errichtete Produktionsstätte in Ungarn, mit der Giant Group ihre Position auf dem europäischen Markt stärken und ausbauen will, gerade Recht.
Die Expansion der Giant Group in Europa ist laut Firmenangaben »ein weiterer Beweis für ihr langfristiges Engagement und ihren Einsatz für den europäischen Markt«. Die Errichtung einer zweiten Produktionsstätte in Europa (erstere befindet sich in den Niederlanden) werde auch dazu beitragen, »Steuer- und Transportkosten zu senken, die Wettbewerbsfähigkeit der Giant Group zu verbessern und ihre Marktposition auszubauen«.
Giant-Ungarn: Produktion wird schrittweise hochgefahren
Eine erste Produkt-Auslieferung ist bereits im Juli erfolgt. Mit einer schrittweise hochgefahrenen Produktionskapazität will man dann auch die Lieferzeiten in Europa beträchtlich verbessern – und somit eigenen Angaben zufolge auch den dortigen Marktanteil der eigenen Marken erhöhen können.
Mit der am 16. Juni planmäßig gestarteten Massenproduktion der zwei Jahre nach Landkauf gebauten Giant-Fabrik in Gyöngyös wurde die erste Phase dieses Projekts abgeschlossen. Die offizielle Betriebseröffnung war am 1. Juli.
Dazu heißt es aus der Firmenzentrale von Giant Group in Taichung: »Nach mehr als 30 Jahren Betrieb in Europa beschloss die Giant Group, die europäische Präsenz weiter auszubauen und 2018 eine Produktionsstätte in Ungarn zu errichten. Die erste Phase der Investition beläuft sich auf 15 Millionen Euro. Die anfängliche Produktionskapazität ist auf 300.000 Einheiten geplant und wird sich auf europäische Kernmodelle von Fahrrädern und E-Bikes konzentrieren.«
Das neue Werk in Gyöngyös erstreckt sich auf einer Gesamtfläche von 22 Hektar. Die Gesamtinvestition wird voraussichtlich 48 Millionen Euro betragen (und in drei Phasen investiert werden).

Text: Jo Beckendorff/Giant Group, Foto: Giant Group

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