Greyp Bikes: Alles vernetzt

23.07.2019
Greyp Bikes Chief Chief Technology Officer Zvonimir Sucic.

Es ist noch gar nicht so lange her, dass der kroatische E-Sportwagen-Hersteller Rimac Automobili auf einer Elektronikmesse auf Landsmann Zvonimir Sucic stieß. Der hatte aus seiner Garage heraus ein E-Zweirad mit Pedalen konstruiert – und dieses mit allerlei Schnickschnack versehen. Gemeinsam arbeitete man an der Weiterentwicklung dieses Prototpyen. Daraus entstand der E-Bike-Anbieter Gryp Bikes. Der präsentierte nun – ausgestattet mit dem E-Bike-Antrieb von MPF Drive aus Taiwan – erste serienproduzierte E-Mountainbikes mit Carbon-Rahmen. Was diese Marke aber so einzigartig macht, ist ihr Connectivity-Ansatz.

Dafür haben die Kroaten ihre Bikes mit allerlei Elektronik versehen, die man derzeit in dieser Fülle bei keinem anderen Anbieter finden wird. Zwar setzen auch andere auf CIM (= »computer-integrated manufacturing« = eine rechnerintegrierte Fertigung). Bei Greyp Bikes  sind GPS, Wifi sowie USB-C immer mit an Bord. Man kann sogar sein Smartphone auf das integrierte Display von Greyp Bikes aufstecken und hat dann einen größeren Bildschirm. Zudem verwies Sucic im Gespräch auf den Eurobike Media Days (EMD) 2019 auf Vorder- und Rückleuchte. Beide sind mit einer Weitwinkel-Kamera versehen. Weitere E-Features sind Diebstahl-Warnanlage sowie ein Live-Competiton-Mode. Das gesamte E-Paket läuft laut Sucic über eine Partnerschaft mit T-Mobile in Kroatien – heißt, dass eine kroatischen T-Mobile eSIM-Karte eingebaut ist. Das auf den EMD präsentierte E-MTB wird in drei unterschiedlichen Ausstattungsvarianten angeboten.
Was man durchaus berücksichtigen sollte. Dieser E-Overkill macht nur dann Sinn, wenn man in Gegenden unterwegs ist, in denen die Mobilfunk-Versorgung auch tatsächlich gesichert ist. Ansonsten hat man zwar alles Erdenkliche, was derzeit in Sachen Connectivity möglich ist und an Bord hat, dabei – kann es aber nicht alles nutzen. Nichtsdestotrotz ist Greyp Bikes in diesem Sektor ein spannender Vorreiter, den man weiter im Auge behalten sollte – und mit dem man vielleicht die Kids von der Spielkonsole wieder in die Natur bekommt (vorausgesetzt, das System funktioniert auch mobilfunkversorgt auf dem Trail - und nicht nur in der Stadt).
www.greyp.com

Text/Foto: Jo Beckendorff

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