Internetstores arbeitet an ganzheitlicher Nachhaltigkeitsstrategie

10.08.2020
Internetstores Logo.

Schon länger beschäftigt sich E-Commerce-Händler Internetstores GmbH (Verkaufsplattformen Addnature, Bikster, Brügelmann, Campz, Fahrrad.de, Probikeshop etc.) als laut Eigenangaben »führender Multi-Channel-Ausrüster für Bike und Outdoor in Europa« mit etwaigen Nachhaltigkeits-Maßnahmen. Nun soll eine Zusammenarbeit mit dem international führenden Forschungs- und Beratungsinstitut für umweltverträgliche Produkte, Prozesse und Gebäude EPEA GmbH – Part of Drees & Sommer (www.epea.com) einen langfristigen Maßnahmen-Plan entlang der gesamten Wertschöpfungskette hervorbringen.

Schon längst hat die Outdoor-Branche das Thema Nachhaltigkeit für sich entdeckt. Hier nimmt zum Beispiel der auch im Fahrradbereich bestens aufgestellte Bergsport-Anbieter Vaude eine tolle Vorreiter-Rolle ein. Mittlerweile kann es sich kein Outdoor-Anbieter mehr leisten, ohne ganzheitlicher Nachhaltigkeitsstrategie anzutreten.
Das hat wohl nun auch Internetstores GmbH dazu bewogen, sich mehr Gedanken zu diesem Thema zu machen. Schließlich machen die Stuttgarter neben dem Fahrrad- auch im Outdoor- und Camping-Sektor ihre Geschäfte. Überhaupt ist der ganzheitliche Nachhaltigkeitsansatz ein Thema, das nun auch Schritt für Schritt in der Fahrrad-Branche Fuß zu fassen scheint.
Jetzt schon klimaneutral
Internetstores legt Wert darauf, sich schon seit Jahren zunehmend mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt zu haben. »So darf sich das Unternehmen als Teil der Signa Sports United GmbH beispielsweise schon jetzt als klimaneutral bezeichnen«, heißt es aus der Stuttgarter Firmenzentrale.
Darüber hinaus versendet die Logistik immer mehr kunststofffreie Pakete. Zudem läuft in Skandinavien (wo Internetstores seit der Übernahme von Addnature im Jahr 2013 verstärkt auftritt) schon länger ein Testlauf mit einem Anbieter zur Wiederverwendung von Verpackungsmaterialien.
Das ist dem Multichannel-Händler allerdings nicht genug. »Unser Ziel ist es, für Kunden und Brands der Partner zu sein, dem sie vertrauen. Neben hervorragendem Service und sehr guten Produkten spielt konsequente Nachhaltigkeit hierbei eine immer stärkere Rolle«, erklärt Internetstores-Geschäftsführer Dr. Hans Dohrmann.
»Sustainable« oder »Beneficial«?
»Als Unternehmen ist es uns wichtig, Verantwortung zu übernehmen. Mit den Produkten und Marken aus unserem Portfolio bewegen wir uns stets in der Natur — egal ob mit dem Fahrrad, beim Campen oder Wandern. Umso wichtiger ist es uns, mit unserem Business der Umwelt nicht nur weniger zu schaden, sondern möglichst einen positiven Nutzen zu generieren. Deshalb haben wir uns im Rahmen dieses Langzeit-Projekts für EPEA als Partner entschieden«, ergänzt Frank Aldorf, EVP-Markenstratege und Projektverantwortlicher bei Internetstores.
Schließlich begreife der »Cradle to Cradle«-Ansatz von EPEA »Nachhaltigkeit als Innovationschance für Unternehmen, die über klassische ‚Sustainability‘ hinaus gehen wollen«.
Anmerkung des RadMarkts: »Cradle to Cradle« (kurz C2C) ist ein Ansatz für eine durchgängige und konsequente Kreislaufwirtschaft (sinngemäß übersetzt »vom Ursprung zum Ursprung«).
EPEA-Geschäftsführer Dr. Peter Mösel erklärt es wie folgt: »Während bei einer linearen Wirtschaft am Ende – trotz Re- oder Downcycling – Abfall entsteht, streben wir mit dem Cradle to Cradle-Prinzip eine ‚Circular Economy‘ ohne Qualitätsverlust an. Mit Hilfe von erneuerbaren Energien und Digitalisierungsprozessen sollen dadurch gesunde Materialien immer wieder verarbeitet werden können.«
Die Forschungs- und Beratungsinstitut, das diesen zukunftsweisenden und mehrfach ausgezeichneten Ansatz mitentwickelt hat, bezieht auch Aspekte wie soziale Verantwortung und Diversität am Arbeitsplatz mit ein.
Langfristig angelegt
Fakt ist, dass die Zusammenarbeit von Internetstores und EPEA im Juni startete. Zunächst sollen drei Monate lang gemeinsam Prozesse gescreent und analysiert werden. Erst dann wird EPEA einen mehrschichtigen und langfristig ausgelegten Maßnahmen-Plan entwerfen.
Dass Internetstores gerade jetzt in dieses Groß-Projekt investiert, ist kein Zufall. Dazu noch einmal Dohrmann: »Es ist genau der richtige Zeitpunkt, um dieses Thema verstärkt anzugehen. Wir sind sowohl wirtschaftlich als auch prozessual gut aufgestellt, um auch größere Veränderungen anzupacken und unserer gesellschaftlichen Verantwortung noch mehr nachzukommen. Wir freuen uns, so zu einem immer besseren Unternehmen zu werden – für unsere Mitarbeiter, unsere Partner und natürlich unsere Kunden.«

Text: Jo Beckendorff, Graphik: EPEA

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