Internetstores: Rekordumsätze in den Corona-Monaten März/April

10.06.2020
Internetstores Logo.

Zum Weltfahrradtag 2020 am 3. Juni hatte das Statistische Bundesamt (Destatis) eine auch vom RadMarkt aufgegriffene Pressemitteilung über das zweistellige Umsatzplus des Fahrrad-Einzelhandels nach Wiedereröffnung der Geschäfte herausgegeben. Dabei  waren die Vergleichszahlen der Monate März und April 2020 mit dem Hinweis versehen, dass der Online-Handel mit Fahrrädern nur zum Teil erfasst war. Dass E-Commerce-Bikehändler während und nach den Corona-bedingten Ladenschließungen noch stärker bergauf radelten, belegt ein Einblick in die letzten Wochen beim E-Commerce-Händler Internetstores GmbH – eigenen Angaben zufolge »Europas führender Multi-Channel-Ausrüster für Bike und Outdoor«.

Während die zu Signa Retail gehörende Signa Department Store-Gruppe mit der deutschen Warenhaus-Lösung Karstadt/Galeria Kaufhof von Corona so richtig ausgebremst wurde und aktuell zur eigenen Rettung weitere Standort-Schließungen prüft, kurbelte der zur Signa Department Store-Gruppenschwester Signa Sports United gehörende Multichannel-Händler Internetstores zweistellig bergauf.
Zwei Monate nach einer Meldung über ihr Rekordjahr 2019 verzeichnete die in Stuttgart ansässige E-Commerce-Größe mit ihren mittlerweile in 14 europäischen Ländern betriebenen 40 virtuellen Bike- und Outdoor/Camping-Shops (unter den Namen Addnature, Bikester, Brügelmann, Campz, Fahrrad.de, Probikeshop) in den »Corona-Monaten« März und April 2020 weitere Rekord-Umsätze.
»Der Andrang auf Fahrräder der letzten Monate ist noch immer ungebrochen. Wir sehen in beinahe all unseren Produktkategorien und in ganz Europa eine konstant hohe Nachfrage,« freut sich Internetstores-CEO Dr. Hans Dohrmann.
Saisonstart-Rekord
Um einmal eine Idee der bisherigen Umsätze 2020 zu erhalten, reichen bereits folgende Vergleichszahlen: wurden im Geschäftsjahr 2019 über die Internetstores Online-Shops Bikester, Brügelmann, Fahrrad.de und Probikeshop rund 200.000 Fahrräder verkauft, sind es im laufenden Geschäftsjahr bereits circa 160.000 Bikes. 
»Das war einer der stärksten Saisonstarts in unserer Unternehmensgeschichte“, spricht Dohrmann Klartext. So geht der Internetstores-Chef auch jetzt schon davon aus, die im Vorfeld gesetzten ambitionierten (aber offiziell nicht näher benannten) Geschäftsziele früher als geplant zu erreichen: »Das ermöglicht uns im Verbund der Sports United Gruppe die aktive Investition in Zukunftsprojekte und deren Umsetzung.«
Neben dem sonnig-trockenen Wetter sieht das Unternehmen seinen Verkaufserfolg auch im Zusammenhang mit der Corona-Krise: »Radfahren und die Bewegung an der frischen Luft war schon immer richtig und wichtig. Und das gilt in diesen Zeiten mehr denn je. Deshalb rufen wir auch in unserer ‚Fahr Rad‘-Kampagne erfolgreich dazu auf, sich aufs Bike zu schwingen, sich gesund zu halten.«
Viele (Corona-)Neukunden
Das selbsterklärte Internetstores-Ziel, jeden Tag mehr Menschen aufs Rad und in die Natur zu bringen, ist angesichts dieses Wachstums auch eine Herausforderung. »Wir freuen uns über die zahlreichen Neukunden, die wir in den letzten Wochen gewinnen konnten und wissen um die große Aufgabe, diese nun langfristig zu Fans unserer Brands zu machen. Außerdem stellen wir uns jetzt mit unseren operativen Einheiten auf einen nochmals deutlich steigenden Absatz im nächsten Jahr ein, da wir davon ausgehen, dass der aktuelle Bike-Boom dazu führt, dass langfristig noch mehr Menschen vom Radfahren begeistert werden. Eine sportliche Challenge, die wir gerne annehmen und die uns positiv stimmt«, versichert Dohrmann.
Manpower-Ausbau und mehr
Um die gestiegene Nachfrage überhaupt bewältigen zu können, wurden unter anderem die Logistik-Kapazitäten maßgeblich erhöht. So durchliefen 55 Prozent mehr Mitarbeiter als im Vorjahr in kürzester Zeit ein umfassendes Onboarding. Sie wurden zur effektiven Unterstützung schnellstmöglichst in die jeweiligen Unternehmensabläufe integriert.
Neben seinem virtuellen B2C-Geschäft ist der Multichannel-Anbieter auch mit fünf stationären Fahrrad.de-Stores in Deutschland sowie jeweils einem stationären Flagship-Fahrradstore im schwedischen Stockholm (unter dem Namen Bikester) sowie im französischen Lyon (unter dem Namen Probikeshop) im Markt. Heute beschäftigt Internetstores an seinen Unternehmens-Standorten Berlin, Esslingen, Lyon, Stockholm und Stuttgart laut eigenen Angaben rund 800 Mitarbeiter.
Internetstores-Kunden wählen aus einem satten Angebotspool, das mit seinen 1.000 Marken (darunter die Fahrrad-Eigenmarken Fixie Inc., Ortler, Serious und Votec) und den dazu gehörenden 125.000 Produkten eine weitreichende Vielfalt bietet. Diese Ware ist auf sechs internationale Logistikzentren verteilt. Aus diesen wird direkt geliefert.
Mehr Info zum Signa Sports United-Ableger unter www.internetstores.com.

Text: Jo Beckendorff, Fotos: Internetstores

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