Kettler Alu-Rad: Spatenstich für E-Bike Fabrikbau im Saarland

11.05.2021
Gestern (10. Mai) beim Spatenstich in St. Ingbert (v.l.n.r.): Dr. Ulli Meyer (Oberbürgermeister der Stadt St. Ingbert), Egbert Hageböck (Geschäftsführer Kettler Alu-Rad GmbH), Frau Anke Rehlinger (Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr im Saarland), Herrn Georg Honkomp (Geschäftsführer Kettler Alu-Rad GmbH) sowie Herrn Jörg Schröder (Geschäftsführer S.N.E.L.).

Die zu Europas führenden Fahrrad-Einkaufsverband Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft eG (ZEG) gehörende Kettler Alu-Rad GmbH startet mit dem Bau eines neuen Produktionswerkes im Saarland. Hier sollen bereits im ersten Quartal 2022 erste E-Bikes marktnah und »Made in Germany« aus einer der modernsten Fahrrad- und E-Bike-Produktionsstätten in ganz Europa surren. In der End-Ausbaustufe soll das hochmoderne Werk rund 300 Mitarbeiter beschäftigen.

Damit der ehrgeizige Endtermin zur Übergabe im ersten Quartal 2022 gehalten werden kann, wird die hochmoderne Produktion mit kombinierten Hochregallagern von der Beratungsgesellschaft mbH S.N.E.L in mehreren abgestimmten Abschnitten während der Bauphase bereits an den Bikeanbieter übergeben. S.N.E.L ist für das Areal, auf dem das neue Kettler Alu-Rad-Werk gebaut wird, der verantwortliche Ansprechpartner. Gemeinsam will man mit List Bau Nordhorn GmbH & Co. KG innerhalb der nächsten elf Monate eine moderne Produktions- und Büroimmobilie errichten und schlüsselfertig übergeben.
Das Wichtigste vorab: das neue Werk soll das altehrwürdige Kettler Alu-Rad-Werk in Hanweiler nicht ersetzen. Das neue hochmoderne Werk im rund 25 Kilometer entfernten St. Ingbert soll die Hanweiler Produktion ergänzen.
Schließlich hat die ZEG die dortigen Fertigungskapazitäten nach der Kettler Alu-Rad-Übernahme im Jahr 2015 nicht nur erhöht, sondern laut eigenen Angaben auch professionalisiert und den Fokus sowohl auf Produkte für den Fahrrad-Fachhandel als auch auf smarte Lösungen für die E-Mobilität gesetzt. Somit konnte auch die Zahl der Arbeitsplätze von 75 auf inzwischen über 200 erhöht werden.
Nicht der erste - und auch nicht der Letzte
Der Zeitpunkt für den aktuellen »Spatenstich für die Zukunft« hätte nicht besser gewählt sein können. Auch wenn die ZEG nicht der erste aber sicherlich auch nicht der letzte Anbieter sein wird, der aus der aktuellen Situation – geprägt von großer Nachfrage nach hochwertigen E-Bikes und daraus resultierenden Lieferengpässen - seine Schlüsse zieht: Kettler hat als Pionier im Alu-Fahrradrahmen-Bau auch schon immer (also auch vor der Übernahme seitens der ZEG) ganz stark auf »Made in Germany« gesetzt (Anmerkung des RadMarkts: was die gesamte traditionelle Kettler-Gruppe damals leider auch letztendlich ins Aus manövrierte). Fakt ist aber, dass sich gerade das gute alte (und von der ZEG wieder zum modernen Leben erweckte) Kettler-Rad damit auszeichnen konnte – und auch weltweit bekannt machte.
In seiner Rolle als Geschäftsführer von Kettler Alu-Rad dankt ZEG-Manager Egbert Hageböck vor allem dem Oberbürgermeister der Stadt St. Ingbert Dr. Ulli Meyer und seinem Team. Mit ihnen sei es gelungen, die Planung des Projekts in Rekordzeit zu realisieren: »Gerade in diesen herausfordernden Zeiten ist es besonders motivierend zu sehen, dass Verwaltung, Politik und Industrie in der Lage sind, im kreativen Dialog etwas zu bewegen und terminlich ehrgeizige Projekte umzusetzen.«
Hageböck ist sich sicher, dass Kettler Alu-Rad mit dem neuen Standort in St. Ingbert die Erfolgsgeschichte »einer der bekanntesten Fahrradmarken Europas« fortführen wird: »Zusammen mit dem Produktionsstandort in Hanweiler können wir auf die für die Zukunft benötigten Produktionskapazitäten zugreifen.«
Ob das neue Kettler Alu-Rad-Werk dann ausschließlich für die eigenen Marke Kettler-Rad E-Bikes montiert oder auch für die anderen ZEG-Marken, wurde nicht explizit bekannt gegeben.

Text: Jo Beckendorff/Kettler Alu-Rad, Visualisierung: List Gruppe, Foto: Kettler Alu-Rad
 

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