Knackpunkt Dichtung: Specialized startet E-Bike-Akku-Rückruf

28.05.2021
Nicht ganz dicht: einige wenige »Specialized M1«-Akkus.

Am 27. Mai hat Bikeanbieter den freiwilligen Rückruf einer kleinen Anzahl an E-Bike-Akkus bekannt gegeben. Diese wurden sowohl als Originalteil als auch als Nachrüst-Zubehör für die Verwendung der E-Mountainbike-Modelle »Turbo Levo« (1. Bild unten) und »Turbo Kenevo« (2. Bild unten) der 1. Generation verkauft wurden.

Betroffen sind folgende Modelle:
»Turbo Levo FSR« (Modelljahr 2016 - 2018)
»Turbo Levo HT« (Modelljahr 2018 – 2021)
»Turbo Kenevo« (Modelljahr 2018 – 2019)
Akku »Specialized M1« (Modelljahr 2016 – 2021)
Grund des Rückrufs: alle Specialized-Fahrrad-Akkus sind so konstruiert und getestet, dass sie die Industriestandards für Wasserbeständigkeit erfüllen oder teilweise sogar übertreffen. Bei einer kleinen Anzahl – Specialized schätzt bei weniger als 15 Prozent - der oben angesprochenen kann Wasser, wenn es die Dichtung um das Akku Control Pad durchdringt (zum Beispiel durch wiederholtes Waschen des Bikes mit einem Hochdruckreiniger), einen bestimmten kleinen Bereich der Schutzplatine des Akkus erreichen und laut Anbieter »in sehr seltenen Fällen einen Kurzschluss auslösen«, der die in den Akku eingebauten Schutzmechanismen überbrücken kann: »In ausreichend geladenen Akkus kann dies möglicherweise zu einer thermischen Reaktion führen, was ein Brand- und Verbrennungsrisiko darstellt.«
Wie kann man feststellen, welche Modelle bzw. Akkus genau betroffen sind? Specialized verweist auf seine Sicherheitshinweise und die darin enthaltenen notwenigen Kunden-Informationen. Dort würden auch die nächsten Schritte erklärt. Die betroffenen Akkus werden dann in Zusammenarbeit mit dem weltweiten Specialized-Händlernetzwerk physisch inspiziert und unentgeltlich repariert.
Die oben angesprochenen Sicherheitshinweise finden Sie unter diesem Link.

Text: Jo Beckendorff/Specialized, Fotos: Specialized

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