Nach Mehrheitsübernahme: BMZ investiert kräftig in TerraE

21.11.2018
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Nachdem Batteriespezialist BMZ GmbH (alias BMZ Group) – laut Eigenangaben »der größte Produzent von Lithium-Ionen Batterie-Systemen in Europa« - gerade die Mehrheit an TerraE Holding GmbH übernommen hat,  arbeiten die Karlsteiner jetzt emsig daran, bis 2020 eine erste Zellenfertigung in Deutschland aufzubauen. Dabei wird das ursprünglich aus vier Gesellschaftern gegründete Unternehmen TerraE künftig von BZM Group-Gründer und CEO Sven Bauer gelenkt.

Neben den 120 Millionen Euro, die BMZ Group bereits in den Ausbau der Produktionslinien für Batterien investiert hat, geht der Anbieter weiterhin den klaren Weg, eine marktnahe Zellenproduktion im Heimatland Deutschland zu platzieren. Ein Gesamtinvestment von rund 300 Millionen Euro wurde bereits von BMZ für den in der ersten Ausbaustufe geplanten 4 GWh-Output zugesagt. Mittelfristig strebt TerraE eine Zellproduktion mit einem Volumen von 8 GWh an.
Dazu Macher Sven Bauer: »Wir freuen uns, die Pläne einer deutschen Zellfertigung durch die Übernahme von TerraE fortführen zu können, um den enormen wirtschaftlichen Bedarf an Batteriezellen auch im eigenen Land abzudecken. Insbesondere im Segment Elektromobilität werden wir künftig die von TerraE produzierten Zellen verwenden, um Hightech-Batteriesysteme für BMZ Automobil-Kunden zu bauen.«
'BMZ beliefert bereits eigenen Angaben zufolge Deutschlands größte elektrische Automobil-Flotte mit Lithium-Ionen Akkupacks. Auch Newcomer, die für 2019 erste E-Fahrzeuge für den Massenmarkt angekündigt haben, vertrauen auf die 25-jährige Erfahrung der unterfränkischen Batterie-Experten.
Das von der TerraE geleitete und aus 19 europäischen Firmen und Instituten bestehende Konsortium Fab4Lib würde mit allen Partnern fortgeführt. In 2019 liefert Fab4Lib die Ergebnisse zur wettbewerbsfähigen Produktion im Bereich Lithium-Ionen-Technologie, die unmittelbar in die geplante Groß-Serienfertigung von Batteriezellen einfließen sollen. Zudem führt das Förderprojekt laut BMZ mit mehreren Bundesländern schon erste Gespräche bezüglich einer Standortentscheidung.

Text: Jo Beckendorff/BMZ Group

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