Mifa: Ex-Vorstand trennt sich von Großteil seines Firmenanteils

28.10.2014

Laut einer DGAP-Stimmrechtsmitteilung vom 24. Oktober hat der bereits im April aus gesundheitlichen Gründen ausgeschiedene Mifa-„Lenker und Denker“ Peter Wicht (Bild) einen Großteil seiner Mifa-Anteile verkauft. Bie dieser Meldung handelt es sich um eine Pflichtveröffentlichung nach §26 Abs. 1 des Wertpapier-Handelsgesetzes (WpHG)...

Laut Meldung verkaufte der langjährige Vorstandschef und Geschäftsführer 16,1 Prozent seines bisherigen 21,53 Prozent-Anteils an dem Sangerhausener Unternehmen. Heißt: Wicht hat seine Anteile auf nunmehr 5,43 Prozent reduziert. Laut Mitteilung in der lokalen Tageszeitung Mitteldeutsche Zeitung wurden die abgegebenen Mifa-Anteile in Höhe von 16,1 Prozent von der Beteiligungsgesellschaft Deutsche Balaton übernommen. Ein Kaufpreis wurde allerdings nicht genannt.
Es war auch die Deutsche Balaton AG, die der Mifa am 9. Oktober ein alternatives Restrukturierungskonzept zur finanziellen Sanierung vorgelegt hatte und das jetzt „neben vorliegenden Vorschlägen weiterer Investoren“ von dem verantwortlichen Insolvenzverwalter Prof. Dr. Lucas F. Flöther von der Kanzlei Flöther & Wissing überprüft wird. Sollte das von Balaton vorgesehene Konzept nicht zum Zuge kommen, kann sie offenbar laut Bericht in der Mitteldeutschen Zeitung „die Aktien an Wicht zurückgeben“.
Peter Wicht ist für die Deutsche Balaton kein Unbekannter. Im Oktober 2011 hatte Wicht bereits 32,5 Prozent seiner Anteile an dem PC-Hersteller Hyrican an die Beteiligungsgesellschaft, die damals schon mehr als 25 Prozent an Hyrican in ihren Händen hielt, verkauft. Mit den genannten 32,5 Prozent hielt Wicht genauso viel Anteil an dem PC-Hersteller in seinen Händen wie der Hyrican-Vorstandsvorsitzende Michael Lehmann. Wicht hatte einst zusammen mit Lehmann Mifa übernommen und 2004 an die Börse gebracht. Später war Lehmann dann aus der Mifa ausgestiegen und hatte sich ganz auf das ebenfalls börsennotierte Unternehmen Hyrican konzentriert.
Zum Zeitpunkt dieser Recherche war niemand bei der Deutschen Balaton AG vor Ort, der dem RadMarkt die Übernahme des oben genannten Mifa-Anteils bestätigen sowie weitere Details nennen konnte. Der Insolvenzverwalter Flöther selbst hält sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt und im Fall der hier beschriebenen veröffentlichten Stimmrechtsveröffentlichung gemäß WpHG mit Aussagen zurück.

Text/Fotos: Jo Beckendorff


 

 

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