Neuheiten Modelljahr 2020: Yamaha will das Fahrerlebnis steigern

08.07.2019

Yamaha Motor kommt mit zwei neuen Antriebs-Versionen auf den Markt: mit dem PW-ST für sportliche E-Trekking- und E-Mountainbikes sowie dem neuen Topmodell PW-X2 für High-End-E- Mountainbikes. Dem selbst gesteckten Entwicklungs-Ideal einer Einheit von Fahrer und Bike sei man »auf beeindruckende Art und Weise« nahegekommen, verkündet Yamaha Motor. Mit den neuen Antrieben will der japanische Hersteller nicht weniger als eine »neue Ära in Sachen Performance von E-MTBs« einleiten.

Für den neuen PW-X2 wurde der aktuelle Yamaha PW-X-Antrieb überarbeitet. Dabei sind die technischen Daten (250 W Nennleistung, 80 Nm im »Extra Power«-Modus und 70 Nm Drehmoment in den Stufen High/STD/Eco/+Eco) gleich geblieben, doch soll die neue Fassung die wohl dosierte Unterstützung noch gezielter abgeben - immer dann, wenn der Fahrer sie am nötigsten hat. Und: Bei einer Trittfrequenz von 100/min bringt er bis zu 50 Prozent mehr Power auf die Kette als sein Vorgänger.
Das neue Topmodell PW-X2 gibt es auch in einer Speed-Version für S-Pedelecs, also mit Motorunterstützung bis 45 km/h.

Mehr Sensoren

Für ein natürliches Fahrverhalten hat Yamaha vier Sensoren und fein abgestimmte Algorithmen in die Antriebssteuerung eingebaut. Das Quad Sensor System ermittelt mit einem Neigungssensor, ob und wie steil das Bike gerade bergauf oder bergab fährt – und verknüpft diese Messung mit den Daten der bisherigen Geschwindigkeits-, Trittfrequenz- und Pedalkraft-Sensoren.
Schon im PW-TE-Antrieb des Modelljahrs 2019 wurden Quad Sensor System und Automatic Support Mode eingesetzt. Die Yamaha-Motor-Ingenieure und -Testfahrer haben beides nun gezielt auf die gewünschte Unterstützungs-Charakteristik jedes ihrer Antriebssysteme abgestimmt.

Freie Konfiguration

E-Bike-Herstellern lässt der neue PW-X2-Antrieb die größtmögliche Wahlfreiheit bei Akku-Positionierung und -Kapazität. Möglich sind Kombinationen mit sämtlichen Multi Location-, Unterrohr- und Gepäckträger-Akkus. Bei den Displays reicht das Angebot vom simplen Display A über das extra robuste Display X bis zum raffinierten Display C mit Smartphone-Konnektivität, Touren-Management, Fitness-Tracking oder gar Karten-gestützter Navigation via kompatible Apps wie Komoot oder Wellfit.
Zusätzlich zu den »Multi Location 600« und »500«-Akkus wird Yamaha Motor den neuen »Multi Location 400«-Akku anbieten – mit einer Kapazität von 410 Wh als preisgünstigen Ersatz oder »Zusatztank« für mehr Reichweite.

PW Series ST für leichte Offroad-E-Bikes

Überarbeitet wurde auch die Nummer zwei des Yamaha-Programms. Als Nachfolger des PW Series SE wird nun der PW Series ST präsentiert - auch mit Quad Sensor System. Gegenüber dem Vorgängermodell konnten 100 Gramm Gewicht eingespart werden. Der Antrieb unterstützt jetzt über einen noch breiteren Trittfrequenz-Bereich, vor allem, wenn der Fahrer extra schnell kurbelt.
Damit der E-Biker sich voll auf das Schalten und Bremsen konzentrieren kann, bekommt er Hilfe durch den neuen Automatic Support Mode des PW Series ST. Ob man gerade anfährt, beschleunigt, bremst, im Flachen dahinrollt oder einen steilen Stich erklimmt: man überlässt die Wahl des Unterstützungs-Modus einfach dem Antriebssystem.
Im »High«-Modus unterstützt der PW Series ST weniger versierte Fahrer, indem er beim Anfahren am Berg und auf losem Untergrund seine Power während der ersten Pedalumdrehungen gezielt etwas zurücknimmt, damit weder das Hinterrad durchdreht noch das Vorderrad aufsteigt – und so für mehr Fahrstabilität und Kontrolle sorgt.

Weiterhin PW Series TE

Das PW Series TE-Antriebssystem, ausgelegt auf Citybikes und Alltagsräder, wird weiterhin angeboten und das Modellprogramm abrunden. In diesem Mittelklasse-Antrieb kamen Quad Sensor System und Automatic Support Mode schon in Modelljahr 2019 erstmals zum Einsatz.
Folgende Marken bieten E-Bikes mit Antrieben von Yamaha Motor an: Atala, Babboe, Batavus, Bixs, BH, Giant, Gitane, Haibike, Lapierre, MBK, Nishiki, Principia, R Raymon, Wheeler, Winora.
Mehr zu den Yamaha-Neuheiten in einer der nächsten Ausgaben des RadMarkt.


Fotos: Yamaha
 

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