Österreich 2018: Mit E-Bikes zum Zehnjahres-Verkaufshoch

12.04.2019
Auch bei KTM heißt es vor allem E-Bikes, E-Bikes, E-Bikes.

2018 war nicht nur in Deutschland ein gutes Fahrradjahr. Auch beim Nachbarn Österreich hieß es: E-Bikes, E-Bikes, E-Bikes. Mit einem Anteil von 33 Prozent am Gesamtverkauf 2018 (Vorjahr: 29,1 Prozent) ist die Alpenrepublik mittlerweile einer der stärksten europäischen E-Bike-Märkte. Insgesamt wurden dort im letzten Jahr mit rund 457.000 Fahrrädern (inkl. ca. 150.000 E-Bikes) 10,4 Prozent mehr Einheiten verkauft als im Vorjahr. Heißt auch: So viel Fahrräder wie in 2018 wurden bei unseren Nachbarn seit zehn Jahren nicht mehr verkauft.

Die genannten 457.000 Einheiten umfassen laut der seit 2014 unter dem Dach des Verbandes der Sportartikelausrüster Österreichs (VSSÖ) mitradelnden nationalen Fahrrad-Kommunikations- und Informationsplattform ARGE-Fahrrad »alle Fahrräder, die 2018 von der heimischen Fahrradindustrie für den österreichischen Markt importiert und an den österreichischen Sporthandel sowie den Fahrrad-Fachhandel verkauft wurden«.
Aufgeteilt nach Fahrradtypen ergibt sich laut ARGE-Fahrrad folgendes Verkaufsbild:

Reguläre Fahrräder: 239.236 Einheiten (plus 4,9 Prozent)
Reguläre Kinder- und Jugendräder: 68.232 Einheiten (plus 5 Prozent)
E-Bike STVO: 80.222 Einheiten (plus 65 Prozent)
E-Mountainbike: 62.960 Einheiten (minus 12 Prozent)
Sonstige E-Bikes (E-Cargo, Renn-/Sport-/Falträder: 6.170 Einheiten (plus 529 Prozent)

Mit Blick auf diese Zahlen überraschend: Während 2017 E-Mountainbikes von den Verkaufszahlen her klar vor E-City & Co. lagen, wurde dieses Bild quasi auf den Kopf gestellt. O-Ton ARGE-Fahrrad: »Die motorbetriebenen Stadträder (»E-Bikes STVO«) haben die E-Mountainbikes mengenmäßig deutlich überholt.« Die deutliche Steigerung der E-Bikes STVO-Verkäufe belege, »dass der Einsatzbereich für E-Bikes immer vielfältiger wird, besonders im urbanen Bereich«.
Ebenfalls erfreulich, dass Kinder- und Jugendräder wieder mit einem Verkaufsplus mitradeln. In diesem Zusammenhang verweist der VSSÖ auf die starke Konkurrenz der (branchenfremden) Handelsmarken und Discounter. Deren Verkaufszahlen sind nicht in dem hier vorliegenden Zahlenmaterial enthalten. Dieses bezieht sich ausschließlich auf die über den Fahrrad-Fachhandel sowie den in Österreich starken Fahrrad-verkaufenden Sport-Fachhandel.
Zudem weist der VSSÖ darauf hin, dass das dreistellige Wachstum der Kategorie »sonstige E-Bikes« vor allem auf den starken 2018er-Verkauf von E-Falt- und E-Lastenrädern zurückzuführen ist.
Mehr Details zum Austria-Fahrradmakrt 2018 in einer der kommenden RadMarkt-Ausgaben.

Text: Jo Beckendorff, Foto: KTM Fahrrad, Tabelle: VSSÖ

Weitere Themen, die Sie interessieren könnten