Offener Brief: ZEG wehrt sich gegen irreführende Kettler-Berichterstattung

16.10.2019
Kettler Alu-Rad Logo.

Gestern (15. Oktober) flatterten gleich zwei ZEG-Meldungen unter anderem auch in die RadMarkt-Redaktion. In einer ersten Meldung – Überschrift: »Kettler Alu-Rad GmbH wirtschaftlich kerngesund und innovativ« - weist der Kölner Einkaufsverband noch einmal »aus aktuellem Anlass« darauf hin, »dass die Kettler Alu-Rad GmbH nicht vom Aus der Kettler Freizeit und Kettler Plastics GmbH in Ense-Parsit betroffen ist. In einer kurz darauf folgenden Meldung – Überschrift: »Offener Brief an alle Redaktionen« - machen die Kölner noch einmal eindringlich darauf aufmerksam, dass sich »der Vorstand der ZEG und die Geschäftsleitung der Kettler Alu-Rad GmbH gegen die falsche und schädigende Berichterstattung über die Insolvenz der Kettler Feizeit GmbH« wehren.

Was die Einkaufsgenossen so erzürnt: Branchenfremde Leitmedien treffen zum aktuellen Thema Kettler Freizeit GmbH- und Kettler Plastics Gmbh-Insolvenz unter anderem Aussagen wie »ein Kettler wie bisher wird es zukünftig nicht mehr geben. Der Markenname kann möglicherweise weiterexistieren, Produkte Made in Germany wird es aber nicht mehr geben« etc.
Der RadMarkt als Branchenmagazin fühlt sich indes nicht angesprochen. Am 1. August hatten wir unter der Überschrift »ZEG: Kettler Alu-Rad GmbH nicht von Kettler-Insolvenz betroffen« berichtet – unter anderem auch über die geschichtlichen Hintergründe der gleichnamigen Unternehmen (siehe hier).
Nichtdestotrotz wollen wir den RadMarkt-Lesern nicht den in der zweiten Meldung abgedruckten offenen Brief vorenthalten, mit dem sich der ZEG-Vorstandsvorsitzende Georg Honkomp im Namen seines Verbandes explizit an die jeweiligen Redaktionen richtet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Berichterstattung über die Insolvenz des Kettcar-Herstellers Kettler veranlasst mich, diese Zeilen an Sie zu schreiben. Der Tatbestand, dass damit ein traditionsreiches und lange innovatives Unternehmen vom Markt verschwindet, ist traurig und natürlich Gegenstand journalistischer Betrachtung.
Nicht hinzunehmen ist jedoch, dass es selbst Leitmedien wie der Spiegel, die FAZ, Welt oder Süddeutsche Zeitung und DPA an jeglicher Sorgfalts- und Recherchepflicht bei der Darstellung des Sachverhaltes fehlen lassen. Wie kann die Aussage »Ein Kettler wie bisher wird es zukünftig nicht mehr geben. Der Markenname kann möglicherweise weiterexistieren, Produkte Made in Germany wird es aber nicht mehr geben«, unkommentiert hingenommen und veröffentlicht werden?
Schon am 31. Juli dieses Jahres hatte unser Unternehmen in einer Pressemitteilung darauf hingewiesen, dass die Kettler Alu-Rad GmbH von dieser Insolvenz nicht betroffen ist. Im Gegenteil.
Bereits 2015 übernahm Europas größter Zweirad-Fachhandelsverband, die Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft eG (ZEG) mit Sitz in Köln, die Fahrradsparte der schon damals insolventen Heinz Kettler GmbH & Co. KG. Seither agiert die Kettler Alu-Rad GmbH mit innovativen Modellen „Made in Germany“ sehr erfolgreich am Markt und hat seine Mitarbeiterzahl inzwischen verdoppelt. Kettler Alu-Rad investiert am Standort im Saarland in eine neue hochmoderne Produktionsstätte, um der hohen Nachfrage an Kettler Fahrrädern und E-Bikes jetzt und auch in Zukunft gerecht zu werden. Es gibt also nach wie vor Kettler-Produkte „Made in Germany“, die in der langjährigen Tradition der Kettler-Werke innovativ sind und viel nachgefragt werden.
Mit unserem Markenbotschafter Bastian Schweinsteiger spricht die Kettler Alu-Rad auch gezielt Kinder und Jugendliche mit einem eigens konzipierten Sportrad an.
Die von wenig Sachkenntnis zeugende, schlecht recherchierte Berichterstattung vermittelt hingegen ein völlig anderes, falsches Bild. So wird der Eindruck erweckt, dass es künftig keine Kettler-Fahrräder mehr gibt. Das sorgt für Verunsicherung bei unseren Kunden und mögliche Umsatzrückgänge. Wir sind nicht gewillt, das hinzunehmen.
Sehr geehrte Damen und Herren, ich gehe davon aus, dass Sie diese Thematik Ihren Redaktionen in aller Nachdrücklichkeit nahebringen und auf deutlich mehr Sorgfaltspflicht hinwirken.
Zudem sehen wir zeitnah einer Richtigstellung in Ihren Medien entgegen.
Mit freundlichen Grüßen,
Georg Honkomp

Dem ist von Seiten des RadMarkts nichts mehr hinzuzufügen.

Text: Jo Beckendorff/ZEG, Bild: ZEG/Kettler Alu-Rad GmbH

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