Onomotion baut sein Geschäft Richtung Logistics-as-a-Service aus

16.09.2021
Benjamin Federmann.

Der sich selbst als europäischer Mobilitätsdienstleister bezeichnende E-Cargobike-Anbieter Onomotion GmbH will sich mit dem neuen Geschäftsfeld Logistics-as-a-Service (LaaS) einen Namen machen. Für die Geschäftserweiterung für den Transport auf der »letzten Meile« wurde mit Benjamin Federmann eigens ein neuer Mann ins Team geholt. Der besetzt nun die neu geschaffene Position eines Chief Innovation Officer (CIO).

»Mit Benjamin Federmann können wir den nächsten Schritt in unserer Unternehmensentwicklung gehen und uns den immer komplexer werdenden Herausforderungen des Marktes stellen«, freut sich Onomotion-Geschäftsführer Beres Seelbach.
Mit der neu geschaffenen Position wollen die Berliner ihre Unternehmensaktivitäten sowohl weiterentwickeln als auch strategisch ausbauen. Somit soll neben dem Vertrieb des eigenen E-Cargobike-Modells »Ono« (Bild unten) jetzt auch ein umfassender Mobilitätsservice für unterschiedliche Logistik-Dienstleister und Verlader angeboten werden können. Federmann stellte das neue Geschäftsfeld bereits auf dem Ecosummit (einer Konferenz für nachhaltige Start-ups) am 8. September 2021 in Berlin vor.
Gemeinsam mit Partnern gründete Benjamin Federmann im Jahr 2017 die Doks Innovation GmbH in Kassel. Das Unternehmen ist auf die drohnengestützte Bestandserfassung in Lagern spezialisiert. Nach mehreren Jahren als Geschäftsführer wechselt er nun von der Luft auf die Straße.
Das Ziel des 37-Jährigen bleibt jedoch gleich: der Transport-Fachmann will Logistiker, KEP-Dienstleister, Online-Lebensmittelhändler oder Handwerksbetriebe darin unterstützen, ihre Supply Chains effizienter zu gestalten. »Wir wollen, dass Güter für die City-Logistik auf der mittleren und letzten Meile in einem standardisierten Container transportiert und nicht mehr mehrmals aus- und wieder eingeladen werden müssen«, erklärt Federmann.
Ermöglicht wird das dank des modularen Systems aus standardisierten Containern und dem E-Cargobike »Ono« in Verbindung mit geeigneten City-Logistik-Hubs. Von diesen übernimmt »Ono« die andockbaren Container zur Feinverteilung an die Empfänger.
Dazu noch einmal Feldmann: »Dass die Verteilung des Güterverkehrs auf mehrere Verkehrsträger Potenzial hat, zeigt der weltweite Handel seit Jahrzehnten. Standardisierte Container haben dies ermöglicht und beschleunigt. Ich bin überzeugt davon, dass dies auch der ‚Ono‘ gelingen wird.«

Text: Jo Beckendorff/Onomotion, Foto: Onomotion/Janine Graubaum

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