Pentland Brands schluckt Endura

21.03.2018
Endura.

Die britische Pentland Group plc (alias Pentland Brands) – unter anderem Mutter von Sport- und Outdoor-Marken wie Berghaus, Canterbury of New Zealand, Ellesse, Kangaroos, Speedo etc. sowie eigenen Angaben zufolge Anteilseigner an mehreren Unternehmen wie zum Beispiel Hunter Boot, Heidi Klein etc. und Mehrheitseigner des in mittlerweile 12 Ländern auftretenden Sportsfashion- und Outdoor-Filialisten JD Sports Fashon Limited – hat gestern (20.März) offiziell bekannt gegeben, den schottischen Fahrradanbieter Endura Limited komplett übernommen zu haben. Über den Kaufpreis wurden keinen Angaben gemacht.

Laut Pentland Brands wird das im schottischen Livingston ansässige Unternehmen weiter wie bisher arbeiten. Heißt: Die Endura-Chefs Jim McFarlane and Pamela Barclay bleiben an Bord. Sie werden das Tagesgeschäft wie bisher lenken. Endura war 1992 von dem ambitionierten Reiseradler Jim McFarlane gegründet worden. Nach seiner Rückkehr nach Schottland startete er mit der Idee, Radbekleidung mit dem Fokus auf technische Funktion und Langlebigkeit - »ohne Abstriche beim Material und dem Aufbau« - zu produzieren. Das ist immer noch die Grundidee, auf die das mittlerweile weltweite Geschäft von Endura erfolgreich setzt.
Mit Pentland Brands (Jahresumsatz: circa 2,44 Milliarden Euro) im Rücken will man nun den nächsten Schritt tun. Heißt: Endura wird sein internationales Vertriebsnetz weiter ausbauen – und somit »mehr Konsumenten innerhalb des Radbekleidungs-Segments ansprechen«.
Laut Endura-Gründer und -Geschäftsführer Jim McFarlane ist Pentland Brands für Endura ein außergewöhnliches Zuhause, das seine Marke jetzt in ihre Familie von Weltklasse-Marken aufnimmt. Selbst ein traditionsreiches Familienunternehmen würde Pentland Brands langfristig denken - und sei deshalb auch mit der Kultur und den Werten von Endura vertraut.
Pentland Brands COO Chirag Patel sieht in der Endura-Übernahme eine tolle Ergänzung zum bestehenden Portfolio: »Wir werden Jim, Pam und ihr Team den Zugang zu allen unseren extensiven Ressourcen und Netzwerken zur Verfügung stellen, die wir als globales Marken-Unternehmen anbieten können.« Zudem verweist er auf viele Möglichkeiten, die Endura mit in die Pentland-Welt einbringen kann. Dabei geht es sicherlich nicht nur um Synergien in der Produktion, sondern auch in anderen Bereich wie zum Beispiel Innovationen etc.

Text: Jo Beckendorff, Photos: 1x Pentland Brands, 1x Endura

 

Weitere Themen, die Sie interessieren könnten