Pierer Mobility 01-03/2021: weitere Absatz- und Umsatz-Rekorde

14.04.2021
Pierer Mobility.

Mit einem Absatz von 87.197 Motorrädern und 19.256 E-Bikes hat die europäische Zweirad-Größe Pierer Mobility AG im ersten Verkaufsquartal des Jahres sowohl einen Rekord-Absatz auch als -Umsatz eingefahren.

Lieferketten-Problematik hin, Lieferketten-Problematik her: Angetrieben von der unter anderem auch durch Corona ausgelösten hohen globalen individuellen Mobilitäts-Nachfrage haben die börsennotierten Österreicher in den ersten drei Monaten des Jahres insgesamt 106.453 Zweiräder verkauft. Gegenüber dem Vorjahr ist das nicht nur ein Plus von 80 Prozent, sondern auch ein Quartalsrekord. Mit dieser Absatzzahl wurde dann auch ein Rekordumsatz von 509 Millionen Euro eingefahren (plus 82 Prozent). Zudem wurde damit laut Unternehmensangaben eine deutliche Steigerung der globalen Marktanteile erzielt.
Die oben genannte Absatzzahl bei den motorisierten Zweirädern in Höhe von 87.197 Einheiten entfällt auf das Pierer Motorrad-Markenportfolio KTM Motorbike, Husqvarna und GasGas. Die 19.256 E-Bike-Einheiten entfallen auf die Pierer E-Bike Marken Husqvarna E Bicycles und R Raymon.
Anmerkung des RadMarkts: das im letzten Jahr verkündete E-Bike-Debüt der spanischen Pierer Motorrad-Marke GasGas ist noch nicht in diesen Quartalszahlen enthalten. Zwar surrt Gas Gas Bicycles in der Saison 2021 los. Im ersten Jahresquartal waren allerdings noch keine Modelle ausgeliefert.
Geographische Absatzaufteilung
Pierer Mobility nennt auch eine geographische Aufteilung seines Rekordabsatzes 01-03/2021. Demnach konnten in Europa 53.971 Motorräder und E-Bikes (plus 79 Prozent) und in Nordamerika 12.737 Motorräder (plus 145 Prozent) verkauft werden.
Eine ähnliche Steigerung gab es auch in Australien: dort wurde mit 4.357 verkauften Motorrädern im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres ein Plus von 109 Prozent eingefahren.
Etwas anders sah es in Indien aus (wo Pierer Mobility in Sachen E-Mobilität für Zweiräder im Niedrigbereich von 48 Volt eine strategische Partnerschaft mit Bajaj Auto Ltd. verbindet): trotz der anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit Covid-19 konnte der Absatz um 24 Prozent auf 20.712 Motorräder gesteigert werden.
E-Bikes: bis dato Advantage Europe
Was diese Zahlen auch besagen (aber nicht offen kommuniziert wird): bis dato ist Pierer Mobility lediglich in Europa mit dem Thema E-Bike losgesurrt. Es wird interessant zu beobachten sein, wie der im Vergleich zu Europa hinterherhinkende nordamerikanische Markt die E-Bike Marken der Österreicher künftig aufnehmen wird.
Mit Blick auf Europa gibt Pierer Mobility leider nur die Gesamtzahl seines dort erzielten Zweirad-Absatzes bekannt. Da der Anbieter mit seinem im Vergleich jungen E-Bike-Segment allerdings erst in Europa so richtig durchgestartet ist, kann man davon ausgehen, dass die genannte gesamte Quartals-Absatzzahl von 19.256 E-Bikes unter den Markennamen Husqvarna E-Bicycles und R Raymon alleine Europa betrifft.
Was auch nicht kommuniziert wird: dass R Raymon anders aus Husqvarna E-Bicycles nicht nur E-Bikes, sondern auch Fahrräder verkauft. Deren Absatzzahl ist sicherlich im genannten E-Bike-Absatz enthalten.
Wie auch immer: die neuen Rekorde haben auch innerhalb des Unternehmens zu einem Personalausbau geführt. »Seit dem Jahresbeginn hat die Pierer Mobility-Gruppe ihren Personalstand um 130 Personen auf 4.730 erhöht und ist weiterhin auf der Suche nach Mitarbeitern in allen Bereichen«, heißt es aus Österreich.
Ausblick
Mit diesen Quartalsrekorden im Rücken schaut Pierer Mobility »trotz der anhaltenden Covid-19 bedingten Herausforderungen in den Lieferketten« positiv in die Zukunft. Somit hat der Unternehmensvorstand bereits seine bisher kommunizierte Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 1.800 bis 1.900 Millionen Euro schon jetzt auf 1.850 bis 1.950 Millionen angehoben hat.

Text: Jo Beckendorff, Foto: Pierer Mobility

Weitere Themen, die Sie interessieren könnten