Pierer Mobility 2020: weiteres Rekordjahr und mehr

10.02.2021
Pierer Mobility.

Laut den ersten vorläufigen Zahlen 2020 hat die Pierer Mobility AG das letzte Geschäftsjahr mit einem zehnten Rekord in Folge abgeschlossen. Insgesamt verließen 326.471 Motorräder und E-Bikes die Produktion.

Mit dieser Menge erzielte die börsennotierten Zweirad-Größe einen 2020er-Gesamtumsatz von 1,53 Milliarden Euro. Damit liegt das Unternehmen allerdings nur 0,7 Prozent über dem des Vorjahres. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen, Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Mieten (EBITDA) lag mit 239,0 Millionen Euro 0,7 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres und das operative Ergebnis (EBIT) »in diesem herausfordernden Jahr« bei 107,2 Millionen Euro (minus 18,6 Prozent).
Wachsendes E-Bike-Geschäft
In beiden oben genannten Mengen- und Wertverkäufen enthalten: ein Absatz von 65.064 E-Bikes unter den Markennamen Husqvarna Bicycles und R Raymon, der zu einem Gesamtumsatz der jungen E-Bike-Sparte von 112,5 Millionen Euro führte. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Mengen-Plus von 33,5 Prozent. Deren Vorjahres-Wert wird im vorliegenden vorläufigen Geschäftsbericht leider nicht aufgeführt (der finale Jahresfinanz-Bericht wird am 30 März 2021 veröffentlicht).
Herausfordernde E-Mobility-Strategien
Viel interessanter sind allerdings die im vorläufigen Geschäftsbericht kommunizierten strategischen Initiativen 2021: nachdem im vierten Jahresquartal 2020 erste GasGas-gebrandete E-Bikes unter das junge Dach der von Susanne und Felix Puello gelenkten Pierer E-Bikes GmbH (E-Bike-Marken Husqvarna Bicycles und R Raymon – siehe unten abgebildete Pierer Mobility Gruppenstruktur Stand 31.12.2020) gepackt wurden und diese einen neuen Vertriebsweg einschlagen (nämlich über den von Pierer Mobility angefahrenen Motorrad-Fachhandel), will man sich im Sektor E-Bike »mittelfristig zu einem bedeutenden Player entwickeln«. Ziel ist es, bis zum Jahr 2025 »einen jährlichen Umsatz von 500 Millionen Euro« zu erzielen.
Marktausbau
Zudem soll der E-Bike-Vertrieb, der sich bis dato auf die DACH-Region fokussiert, in diesem Jahr Richtung Europa ausgebaut werden. Ab 2022 soll der Einstieg in Nordamerika erfolgen. Neben den Fahrrad-Fachhändlern sollen auch ausgewählte Motorrad-Fachhändler mit E-Bike-Verkäufen durchstarten. Dabei wird auch die bereits genannte spanische Pierer-Marke GasGas mit ihrem Einstieg in das E-Bike-Segment eine gewichtige Rolle spielen.
E-Produktvarianten-Ausbau: erster E-Motorroller in 2022
Des Weiteren setzt Pierer Mobility auf die Mitte Juni eingegangene E-Fahrzeug-Allianz mit Bajaj Auto Ltd. (die auch einen Minderheitsanteil von 48 Prozent an Pierer Mobility in ihren Händen hält) mit Sitz im indischen Pune. Wie es damals hieß, sollen mit dieser Partnerschaft »unter den Marken beider Partner verschiedene Produktvarianten – Powered Two-Wheelers (Roller, Moped, Mofa) und Elektro-Fahrräder« entstehen.
Im vorläufigen Geschäftsbericht 2020 von Pierer Mobility heißt es nun, dass in Kooperation mit Bajaj »auf der gemeinsamen Elektro-Antriebsplattform die Entwicklung von mehreren Elektor-Zweirad-Modellen vorangetrieben wird«. Und: »Der erste E-Motorroller der Marke Husqvarna wird in 2022 gelauncht.«

Text: Jo Beckendorff, Abb.: Pierer Mobility

 

Weitere Themen, die Sie interessieren könnten