Produzent RTE expandiert sowohl in der Heimat als auch in Polen

16.04.2021
Soll planmäßig Anfang 2022 loslegen: RTE Poland.

Portugals Fahrradproduzent RTE S.A. – eigenen Angaben zufolge mengenmäßig größter europäischer Fahrrad-Produzent – baut sein Geschäft strategisch aus. Auf der einen Seite wurde in der Nähe des 1983 gegründeten und seit 1996 mit der ausschließlichen Fahrrad-Produktion für einen namhaften Sportfilialisten durchgestarteten Fahrrad-Fabrik in Serzedo (südlich von Porto) eine E-Bike Fabrik für die junge eigene E-Bike-Marke Beeq sowie für (OEM-)Auftragsproduktion gestartet. Des Weiteren befindet sich derzeit eine weitere RTE-Fabrik in Polen im Aufbau.

Derzeit befindet sich die neue E-Bike-Fabrik in Serzedo in der Endausbau-Phase. Die auch unter dem Dach und Namen von RTE S.A. loslegende neue Fabrik wird laut RTE-CEO Jorge Salgado planmäßig im Juli 2021 fertiggestellt sein. Jene Produktionsanlagen, die im Laufe der letzten Jahre in einem ausgebauten Sektor der aktuellen Fabrik laufen, sollen dann alle bis Ende des Jahres in die neue Fabrik wechseln. Die E-Bike Fabrik ist sowohl für die junge eigene RTE Direktvertriebs-Marke Beeq (www.beeq-bicycles.com) als auch für Kunden-Auftragsproduktion im Einsatz. Mehr Info dazu in der kommenden RadMarkt-Ausgabe 5/2021.
Des Weiteren baut RTE gerade eine Fabrik in Polen. Dazu RTE-CEO Jorge Salgado: »Dort sind wir mitten im Bau eines schönen und sehr technologischen 22.000 Quadratmeter-Werks mit Felgenproduktion, Lackierung sowie Laufrad- und Komplettrad-Montage.«
Warum überhaupt eine RTE-Produktion in Polen? Die soll die Decathlon-Filialen Osteuropas mit marktnah produzierter Fahrrad-Ware versorgen. Der französische Sportfilialist ist laut Eigenangaben zumindest mengenmäßig größten Fahrrad-Verkäufer Europas. Planmäßig soll die Produktion von RTE Poland Sp. z o.o. mit Sitz in Machnacz (10 Kilometer westlich von Włocławek/deutsch Leslau) im Januar 2022 loslegen. Bis dato wurden laut RTE 20 Millionen Euro in den polnischen Fabrikbau investiert. Laut Salgado ist der für eine Jahreskapazität von 500.000 Einheiten ausgelegt. In einer zweiten Phase soll diese Kapazität mit Hilfe eines weiteren Investments in Höhe von 8 bis 10 Millionen Euro auf die doppelte Menge – also 1 Millionen Einheiten pro Jahr - ausgebaut werden.
Mehr Infos zu beiden neuen Europa-Fabriken in der kommenden RadMarkt-Ausgabe 5/2021.

Text: Jo Beckendorff, Fotos: RTE

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