September-Messen: nach der Eurobike ist vor der IAA Mobility

06.09.2021
IAA Mobility.

Vor ihrer nächstjährigen Premiere in Frankfurt am Main hat letzten Samstag (4. September) die weltweit führende Fahrradmesse Eurobike letztmals ihre Pforten in Friedrichshafen am Bodensee geschlossen. Diese Woche feiert die nach Umzug von Frankfurt nach München zur Mobilitätsmesse mutierte traditionelle Internationale Automobil Ausstellung (IAA) unter dem neuen Namen IAA Mobility ihre Premiere. Ob es sich dabei um eine verkappte Auto- bzw. Antriebs- oder tatsächlich eine Mobilitätsmesse handelt, wird sich im Öffnungszeitraum 7. bis 12. September herausstellen.

Laut den IAA-Mobility-Organisatoren Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) und Messe München GmbH ist die diesjährige Veranstaltungspremiere mit ihren mehr als 1.000 Ausstellern nicht nur die größte internationale Live-, sondern auch Online-Großveranstaltung 2021. Eröffnet wird die Messe übrigens am 7. September von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel.
Über 70 Marken aus der Fahrrad-Branche
Das neue Konzept der IAA Mobility ist laut Messe München »so attraktiv, dass sich im ersten Jahr schon über 70 Marken aus der Fahrradbranche angemeldet haben«  (Lagepläne der Fahrrad-Hallen B5 und B6 siehe 1. Bild unten, Lageplan von Open Space in der Stadt siehe 2. Bild unten).
Laut VDA-Präsidentin Hildegard Müller bringt keine andere Veranstaltung auf der Welt derzeit die verschiedenen Mobilitätsformen so eng zusammen: »Und keine andere Veranstaltung der Welt lädt in diesem Umfang ein zur Debatte über den richtigen Weg hin zur klimaneutralen Mobilität. Das ist global einzigartig und eine riesige Chance.«
Klaus Dittrich setzt in seiner Rolle als Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München noch einen drauf: »Unser Anspruch ist: München mit der IAA Mobility zu einem globalen Zentrum der Mobilität der Zukunft werden zu lassen. Und das mit einem attraktiven neuen Konzept: Wir binden die gesamte Stadt in diese Veranstaltung ein. Und lassen alle, die sich dafür interessieren, an dem Erlebnis ‚Zukunft der Mobilität‘ teilnehmen. Das ist in dieser Form nicht nur in Deutschland einmalig, sondern weltweit.«
IAA-Gegner wollen sich Gehör verschaffen
In diesem Zusammenhang der Hinweis, dass nicht alle so begeistert sind: dass ausgerechnet die Automobil-Lobby sich als Transformator der klimaneutralen Mobilitätswende aufspielt, schmeckt nicht jedem. Unter dem Hashtag #aussteigen hat sich ein aus mehreren Organisationen kreiertes Bündnis zusammengeschlossen und zu diversen Gegendemonstrationen während der IAA Mobility aufgerufen.
In der Bayernmetropole gibt es bereits Befürchtungen, dass die Endverbraucher-Veranstaltungen der IAA Mobility in der Stadt von Demonstrationen gestört werden könnten. Die Polizei soll sich bereithalten.
Messe-Macher setzen auf friedlichen Dialog
Dittrich ficht das nicht an: »Der Dialog mit allen, auch mit den Kritikern, und die Suche nach einer guten gemeinsamen Lösung sind das Prinzip unserer Demokratie und Fundament für eine gesellschaftlich akzeptierte Transformation. Die offen geführte, kontroverse und vor allem friedliche Debatte, ist daher eine zentrale Komponente der IAA Mobility in München.«
Als Grundregel für den Einlass zur IAA Mobility gilt wie auf der letztwöchigen Eurobike auch das 3G-Prinzip. Demnach erhalten nur geimpfte, genesene oder getestete Besucher und Aussteller Eintritt.
Eine Übersicht aller IAA Mobility-Aussteller, das Programm der Aussteller-Pressekonferenzen, das Programm der IAA Conference sowie alle Lage- und Hallenpläne können unter diesem Link aufgerufen werden.

Text: Jo Beckendorff, Grafiken: IAA Mobility

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