Specialized flitzt mit ersten E-Rennrädern in die Saison 2020

16.07.2019
E-Renner »Turbo Creo SL Expert«.

US-Bikeanbieter Specialized steigt in der Saison 2020 in den Bereich E-Rennrad ein. Die drei E-Asphaltflitzer – alles ausgestattet mit hochwertigen Karbon-Rahmen - werden nicht nur im bereits elektrifizierten Boom-Markt Europa, sondern auch in den mit Blick auf »e« noch in den Kinderschuhen steckenden Nordamerika-Markt angeboten (angepasst an die jeweils dortigen Gesetzgebungen). Was auffällt: Specialized setzt beim Antrieb nicht wie bei seinen bisherigen E-Mountain- und E-Trekking-Modellen auf Brose, sondern auf eine Eigenentwicklung.

Nachgehakt, ob Specialized somit auch seine bisherige E-Bike-Flotte mit dem eigenen Mittelmotor namens »SL 1.1« ausstatten wird, erklärt die für PR in der Dachregion verantwortliche Juliane Bötel: »Da werden wir 2020 weiter auf Brose Antriebstechnik setzen.« Besagte Eigenentwicklung weist allerdings Merkmale wie Geräuscharmut und kraftvolle Antriebsleistung auf, mit denen auch Brose Antriebstechnik punktet.
Bei ihrem E-Rennrad-Einstieg berufen sich die Kaliformier auf ihre lange Geschichte, »die besten Rennräder der Welt zu bauen«. Modelle wie Tarmac, Venge, Roubaix, Allez, Diverge seien alle in ihrer Kategorie dominierend und mit den innovativsten Technologien der Bikeindustrie ausgestattet.
Das neue E-Rennrad-Topmodell »S-Works Turbo Creo SL« (VK-Preis: 12.499 Euro) ist laut Anbieter »das leichteste E-Bike seiner Klasse - sprichwörtlich Kilos leichter als seine Mitbewerber«. Genauer gesagt soll es bei Rahmengröße L 12,2 Kilogramm auf die Waage bringen. Somit würde auch die Reichweite einer Akkuladung (240Watt) gesteigert (laut Anbieter »mit dem integrierten Akku bis zu 120 km Reichweite«). Mit einem angebotenen optionalen Range-Extender sollen noch einmal weitere 60 Kilometer hinzu kommen.
Der schnell ansprechende Motor mit speziell abgestimmter Drehmoment-Kurve liefert perfekt synchronisierte Unterstützung zur Trittfrequenz und des Krafteinsatzes des jeweiligen E-Radlers. Außerdem gibt es keinen Widerstand, wenn man über die zugelassene Support-Geschwindigkeit hinaus kurbelt. Apropos zulässiger Support-Geschwindigkeit (in Europa bis 25 km/h, in den USA laut Bötel bei diesen Rennern erstaunlicherweise bis zu 45 km/h und nicht wie die in den USA ansonsten üblichen 20 Meilen = 32 km/h).
Weiteres Feature: eine eigens entwickelte Mission Control App, mit der sich der Motor individuell einstellen lässt und mit der sich der Ladezustand des Akkus überwachen lässt. Die App kann auch die Entladung der Akkus steuern und sicher stellen, dass die Ladung für den gesamten Ride ausreicht. Der Motor hat sogar einen eingebauten Power-Meter, der seine Daten an jedes ANT+-Gerät übertragen kann. Falls man sich nicht »connected« sein will: Die Turbo Connect Unit (TCU) auf dem Oberrohr gibt all die Kontrolle, die der Biker für seinen E-Ride brauchst.
Ansonsten dabei: Specializeds Future Shock 2.0 mit einer Einstellmöglichkeit auf dem Vorbau: »Dieser Einstellknopf justiert die Druckstufe von komplett geöffnet bis fast geschlossen, während der hydraulische Dämpfungskreislauf die Zugstufe kontrolliert. Der Smooth Boot lässt das System ästhetisch ansprechender wirken und sorgt für einen sanften Übergang zwischen Steuerrohr und Vorbau.«
Die zwei weiteren E-Rennrad-Modelle der Kalifornier heißen »Turbo Creo SL Expert Evo« sowie »Turbo Creo SL Expert« (jeweiliger VK-Preis: 8.499 Euro).

Text: Jo Beckendorff/Specialized, Fotos: Specialized

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