Spitzenleistungen bei der Tour de France: Was sind die Gründe der kontinuierlichen Verbesserungen?

24.07.2019
Bild: Pixabay

Wir sind wieder mittendrin in der Tour de France und die Athleten stellen sich vier Gebirgen, enormen Anstiegen und steilen Strecken auf 21 Etappen. Jede dieser Etappen hat eine Länge von etwa 165 Kilometern. Und es sieht so aus als sollten bei dieser Tour de France, die bereits ihr 100-jähriges Jubiläum feiert, die Karten neu gemischt werden.


Eines ist jedoch sicher, auch wenn Froome oder Dumoulin fehlen, die Tour de France ist eines der wichtigsten und anspruchsvollsten Radrennen. Obwohl den Athleten dabei so viel abverlangt wird, scheinen die Radsportler jedes Jahr in besserer Form zu sein.
Die Teilnehmer wirken belastbarer, fitter und erzielen immer bessere Leistungen. Woran liegt das? Sind diese Hochleistungen im Radsport technischen Faktoren und neuen Innovationen zuzuschreiben? Sind neue Trainingsmethoden verantwortlich? Oder wird im Jahr 2019 einfach effektiver gedopt?

Neues Equipment und technischer Fortschritt

Neue Hochzeiten im Radsport sind zum einen durch technologische Innovationen zu erklären. Das Material der Radfahrer wird von Jahr zu Jahr besser, die Räder werden leichter, wendiger und schneller. Und auch der Rest der Ausrüstung wird von Jahr zu Jahr leistungsfähiger. Stetig wird auf diesem Feld geforscht und neue Materialien werden verwendet.
Hinzu kommen neue Analysemethoden für die Leistung der Sportler, aber auch für Wetter und Bedingungen. Wetteranalysen werden immer exakter und auch die Bedingungen der Straßen und andere Umstände kann, dank neuer Technologien, besser bestimmt werden. So sind die Fahrer also schon vor dem Beginn des Turniers an besser vorbereitet.

Ernährung und Training

Nicht zu vernachlässigen sind zudem neue Trainingsmethoden. Das Training für die Tour de France ist immer individueller geworden und die Methoden werden wissenschaftlich analysiert und ausgearbeitet. Auch der Ernährungsplan wird ständig weiter ausgearbeitet und die einzelnen Lebensmittel werden jedes Jahr besser angepasst. Ein Geheimtipp von Radsportlern ist zum Beispiel Hydrogencarbonat. Dieses Mittel wird als Innovation betrachtet, denn es sorgt dafür, dass Muskeln länger ohne Sauerstoffverbrauch Energie produzieren können. Der Stoff soll außerdem auch Muskelkater vorbeugen. Diese stetigen Innovationen sorgen für Leistungssteigerung bei den Athleten.

Ist Doping noch ein Aspekt?

Wenn sich der Doping-Verdacht eines Teilnehmers bestätigt, kann das zur Sperrung für folgende Turniere führen oder zum Ende einer Karriere. Bei jedem Turnier werden deshalb strenge Doping-Kontrollen durchgeführt. Oft werden diese Kontrollen aber überlistet und ein Doping-Skandal wird erst nach langer Zeit aufgedeckt. Einer der wohl bekanntesten Fälle ist der von Lance Armstrong, der als Skandal im Radsport in die allgemeine Sportgeschichte eingegangen ist. Der siebenmalige Gewinner der Tour de France sorgte im Jahr 2013 für Aufsehen, als er in einer Talkshow zugab, langjährig gedopt zu haben.
Seitdem werden immer seltener Doping-Skandale aufgedeckt, dennoch ist das Thema noch nicht zu vernachlässigen, denn technischer Fortschritt kann nicht nur im Material und in der Ernährung auftauchen. Auch die Doping-Mittel werden immer raffinierter.
Es ist schwer zu sagen, welcher Faktor am Ende der entscheidende ist. Eine Mischung der einzelnen Aspekte, sicherlich ist der Fortschritt des Materials und der Trainingsmethoden nicht zu vernachlässigen und trägt enorm zu den gesteigerten Leistungen bei. Aber auch Doping ist immer noch ein Thema im professionellen Radsport. Wir blicken gespannt auf die Tour de France. Wer wird wohl dieses Jahr das Gelbe Trikot holen?

 

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