Sport Scheck: Mutter Otto Group soll über Verkauf nachdenken

17.10.2019
Eine von bundesweit 17 Filialen: Sport Scheck in Hamburg.

Was die Zukunft des auch Fahrrad-Produkte verkaufenden Sportfilialisten und -versender Sport Scheck betrifft, brodelt derzeit die Gerüchteküche. Laut Berichterstattung in diversen Tages- und Fachzeitungen denkt Sport Scheck-Mutter Otto Group über einen Verkauf nach. Eine andere Option wäre der Einstieg eines Finanzinvestors. Laut einem Bericht in der Süddeutschen Zeitung würde Otto Group ihre derzeit bundesweit mit 17 Filialen im Markt agierende Münchener Sport-Tochter unter Umständen halten.

Fakt ist, dass der Sportfilialist und -versender seit einigen Jahren rote Zahlen schreibt. Da es so nicht weitergehen könne, werden nun in der Hamburger Otto-Zentrale alle Möglichkeiten geprüft. Heißt, dass laut oben genannter Berichterstattung bereits mit ersten Interessenten gesprochen wird.
Mit Blick auf eine Komplettübernahme wird derzeit immer wieder die österreichische Größe Signa Holding ins Spiel gebracht. Über ihre Signa Retail Division hält sie Signa Department Store Group (die neben Karstadt und neuerdings auch Kaufhof auch noch Dress for Less und Hood.de lenkt) sowie die stark im Bikesektor auftretende Signa Sports United – unter anderem Mutter von Internetstores (Addnature, Bikester, Brügelmann, Campz, Fahrrad.de etc.), Karstadt Sports, Probikeshop etc. Signa-Chef René Benko gilt als heißer Interessent. Ob es allerdings tatsächlich zum Komplettverkauf kommt oder das Unternehmen doch noch nach Einstieg eines Finanzinvestors gehalten wird – das wird wahrscheinlich in den kommenden Monaten entschieden.

Text: Jo Beckendorff/Foto: Sport Scheck

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