Stiwa-Test Fahrradträger: Der Teuerste hat beste Noten

02.02.2021
Mit Fahrradträgertest: Test 2/21.

Für den Transport von Fahrrädern – insbesondere von schweren E-Bikes - erfreuen sich Fahrradträger für die Anhängerkupplung besonderer Beliebtheit. Acht Modelle (Preis 430 bis 665 Euro) hat sich die Stiftung Warentest vorgenommen und getestet. Nur drei davon wurden mit »Gut« beurteilt. Am besten schnitt der Teuerste ab.

Alle acht geprüften Modelle für die Anhängerkupplung bieten einen komfortablen Transport. Sie lassen sich falten und nehmen bei der Lagerung wenig Platz ein. Praktisch ist auch die Funktion zum Abklappen, womit der Kofferraum zugänglich bleibt. 
Geprüft wurden von den Testern die Sicherheit, Handhabung und Haltbarkeit der Modelle. Im Sicherheitstest, der zu 40 Prozent in die Bewertung einfloss, mussten unter anderem ein Crashtest, Vollbremsungen, Ausweichmanöver und eine Schlechtwegestrecke überstanden werden. Zudem wurden die Befestigungselemente auf ihre Stabilität geprüft. Entscheidend für die Bewertung (50 Prozent) waren für die Tester verschiedene Aspekte der Handhabung, wie beispielsweise bei der Montage oder Demontage oder das Be- und Entladen. Verarbeitung und Korrosions- und Witterungsbeständigkeit wurden unter Haltbarkeit zusammengefasst (10 Prozent).
In allen drei Kategorien konnte nur der Fahrradträger Easy Fold XT2 von Thule (665 Euro) jeweils eine gute Benotung erreichen und schnitt somit als Bester ab.  Ebenfalls die Gesamtnote »Gut« erreichten der Eufab Premium II Plus (450 Euro) und der Oris Traveller II (450 Euro). Den Sicherheitstest bestand auch der Bikelander von Westfalia (480 Euro, Gesamtnote »Befriedigend«).
Sicherheitsmängel zeigten sich bei den anderen Modellen vor allem beim simulierten Frontalaufprall bei Tempo 30, bei dem zwei Träger die Anhängerkupplung danach nicht mehr umschlossen. Das günstigste Modell löste sich komplett und hub ab. Hier konnte der Test nur mit mangelhaft bewertet werden. Für ein Ausreichend sorgte bei einem anderen Modell das Lösen von Kleinteilen bei dem Aufprall, die nach Meinung der Tester im Ernstfall kleine Geschosse sein könnten, die andere Verkehrsteilnehmer gefährdeten.

Teure Träger rechnen sich

Kupplungsträger sind teuer, aber sie rechnen sich. Die Stiftung Warentest hat die Anschaffungskosten mit Mietpreisen in Relation gesetzt (10 Euro pro Fahrrad und Tag und 20 Euro pro E-Bike und Tag) und kommt zu dem Ergebnis: Es lohnt sich. Die Kosten für einen guten Träger seien nach vier bis fünf Wochen Fahrrad-Miete raus, bei E-Bikes schon nach rund zwei Mietwochen.
Der Test Fahrradträger findet sich in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift Test und ist online abrufbar.
www.test.de/fahrradtraeger
Fotos: Thule, Stiftung Warentest

 

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