Sweet Protection in den USA: Rückruf wegen fehlender US-Norm

18.08.2020
Vom Rückruf in den USA betroffen: Helm-Modell »Ripper MIPS JR«.

Die seit 2014 zum führende nordischen Sport-Premiummarken-Dach Active Brands AS (Asnes, Bula, Daehlie, Kari Traa, Johaug) gehörende Funktionsbekleidungs- und Protektoren-Marke Sweet Protection hat in Absprache mit der US-amerikanischen Regierungsstelle für Produktsicherheit CPSC am 12. August einen freiwilligen Sicherheitsrückruf ausrufen müssen. Betroffen sind drei in den USA verkaufte Fahrradhelm-Modelle. Insgesamt handelt es sich laut CPSC allerdings lediglich um circa 300 Helme.

Grund des Rückrufs: Die Helme entsprechen nicht der US-amerikanischen Sicherheitsnorm für Fahrradhelme, wurden aber im Zeitraum Februar bis Juni 2020 in den USA sowohl über einige stationäre Sport- als auch Online-Händler verkauft.
Augenscheinlich waren sie für den europäischen Markt bestimmt - und wurden somit ausschließlich nach der europäischen Norm für Fahrradhelme (EN1078) geprüft und zertifiziert. Für den Verkauf in den USA ist allerdings die Prüfung nach der amerikanischen Sicherheitsnorm »Snell« (bzw. ANSI) erforderlich.
Die drei vom Rückruf betroffenen Helm-Modelle heissen »Ripper Jr.«, »Ripper MIPS Jr.« und »Ripper MIPS«. Die erstgenannten wurden in den (Kopfumfang-)Größen 48 und 53 Zentimeter (18,9 bis 20,9 Zoll) verkauft. Das betroffenen Erwachsenen-Modell »Ripper-MIPS« wurde in der (Kopfumgangs-)Einheitsgröße 53 bis 61 Zentimeter (20,9 bis 24,0 Inch) verkauft. Die drei Modelle wurden in Mattfarben Schwarz, Weiß, Blau, Grau, Grün, Rosa und Violett verkauft. 
Alle betroffenen Helme haben das Herstellungsdatum im Inneren des Helms aufgedruckt (mit 2019 als Produktionsjahr und einer Zahl zwischen 9 und 12 als Produktionsmonat). Die Modellbezeichnung ist wiederum auf einem Etikett auf der Rückseite des Helms aufgedruckt.  Die Fahrradhelme sind nach der europäischen Norm für Fahrradhelme (EN1078) geprüft und zertifiziert und waren nur für den Verkauf auf dem europäischen Markt bestimmt.
Amerikanische Endverbraucher sollten betroffene Helmmodelle nicht mehr nutzen und sie sofort in das Geschäft, in dem sie ihren Sweet Protetction-Helm gekauft haben, zurückbringen. Dort würde ihnen der Verkaufspreis rückerstattet. Alternativ können sie sich aber auch in den USA direkt an Active Brands/Sweet Protection wenden. Der hiesige Vertrieb rollt dort über die Tochter Active Brands NA mit Sitz in Broomfield/Colorado.
In Deutschland und Österreich rollt das Sweet Protection-Geschäft nach wie vor über den Ravensburger Vertriebsagenten Edgar Tremmel Marketing GmbH. Sweet Protection-Mutter Active Brands AS hat ihren Hauptsitz im norwegischen Oslo.

Text: Jo Beckendorff/Sweet Protection, Foto: Sweet Protection

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